Linearachsen

Linearachsen für die Spritzgusstechnik

Kundenspezifische Roboter für die Teileentnahme. Standardroboter zur Entnahme von Spritzgussteilen sind häufig teurer und weniger flexibel als Eigenentwicklungen. Deshalb baut die amerikanische Stone Plastics & Manufacturing Inc. ihre kartesischen Roboter selbst und verwendet dafür Rollon-Linearachsen.

Stone Plastics betreibt 68 Spritzgussmaschinen mit Größen von acht bis 1.000 Tonnen, die hauptsächlich für Produkte der Automobil- und Verbrauchsgüterindustrie eingesetzt werden. (Bild: Rollon)

Stone Plastics baut im eigenen Haus kundenspezifisch anpassbare kartesische Roboter für die Herstellung von Kunststoffteilen. So kann das Unternehmen die Kosten besser steuern und überwachen und mehr Branchen bedienen. Für die linearen Bewegungen seiner Roboter setzt Stone Plastics Rollon-Linearachsen ein. Bei der Entnahme von Kunststoffteilen aus den Spritzgussformen spielen die Linear-achsen von Rollon eine besonders wichtige Rolle. Stone Plastics betreibt 68 Spritzgussmaschinen mit Größen von 22 bis 1.000 Tonnen, die hauptsächlich für Produkte der Automobil- und Verbrauchsgüterindustrie eingesetzt werden. Dazu kommen rund 800 verschiedene Formen mit jeweils bis zu 16 Kavitäten. Neben den Teilen für die Auto- und Verbrauchsgüterindustrie produziert Stone Plastics Kunststoffteile für andere Branchen wie Möbelhersteller, Freizeiteinrichtungen oder die Hersteller von Baumaschinen und Werkzeugen.

Die kundenspezifischen Dreiachs-Roboter von Stone Plastics mit Werkzeugen am Ende des Arms (end-of-arm tooling oder EOAT) entnehmen die Kunststoffteile aus den Formen. Das EOAT-Werkzeug ist mit Saugnäpfen ausgestattet, die die fertigen Teile anheben und auf einem Förderband ablegen. Die durchschnittlichen Zykluszeiten liegen dabei, je nach Anwendung, zwischen zehn und 30 Sekunden. Dank des Einsatzes eigener Entwicklungen kann Stone Plastics auch seine Produktionsflächen effizienter nutzen. So können die Teile am Ende der Presse statt wie bisher an der Seite der Presse entnommen werden. Dadurch können die Pressen näher zusammenrücken. Außerdem können die Bedienplätze für mehrere Pressen dicht beieinander angeordnet werden, um das Material direkt am Gang effizient zu handhaben.

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Stone Plastics hat sich für die Rollon-Achsen der R-SMART Serie entscheiden, da sie gereine Abmessungen und eine hohe Belastbarkeit besitzen. (Bild: Rollon)

Da Ausfallzeiten sehr kostenträchtig sind, benötigte man bei Stone Plastics zuverlässige Linearachsen. Nach der Überprüfung ihrer technischen Eigenschaften, ihrer Leistungsmerkmale und ihrer Fähigkeiten war schnell klar, dass Rollon-Linearachsen die logische Lösung waren. Die Rollon-Achsen R-Smart 120 und 160 sind wegen ihrer hohen Belastbarkeit und ihrer geringen Abmessungen die ideale Lösung. Die Serie R-Smart erreicht ihre Leistungswerte mit zwei parallelen Profilschienen anstelle einer einzelnen Profilschiene. Ein weiterer Vorteil der hohen Momentübertragung ist die Tatsache, dass ein freitragendes Portal eingesetzt werden kann, wenn der Platz knapp ist. Statt eines Portalsystems kann die R-Smart auch in einem freitragenden XYZ-System eingesetzt werden. Die S-Smart-Z-Achse ist hauptsächlich wegen ihres günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses ausgewählt worden. Sie hat einen robusten und gut konzipierten festen Antriebskopf aus eloxiertem Aluminium sowie ein robustes Profil aus stranggepresstem Aluminium mit einem Querschnitt von 65 Millimeter. Diese hochwertige Linearachse wird von einem Polyurethanriemen mit Stahllitzen in einer Omega-Konfiguration angetrieben. Die Lasten werden von einer einzelnen Linear-Profilführungsschiene mit zwei Führungswagen mit Kugelumlauflagern problemlos getragen. sw

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