Kuka-Bilanz 2019

Trotz schwieriger Zeiten zurück in der Spur

Kuka hat seine Geschäftszahlen für 2019 vorgestellt. Man sei zurück in der Spur, gab CEO Peter Mohnen bekannt. Durch die Corona-Pandemie sehe man sich aber ganz neuen Herausforderungen gegenüber.

Kuka CEO Peter Mohnen. © Kuka

Bereits im Vorfeld nahm CEO Peter Mohnen zur Coronavirus-Pandemie Stellung. „Wir hatten uns für heute eigentlich auf ein anderes Szenario vorbereitet. Doch die Pandemie trifft uns und macht uns betroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Er lobte den Zusammenhalt seiner Mitarbeiter und warb um Anerkennung für Menschen in medizinischen und Pflege-Berufen weltweit. Für Kuka gelte es nun, die neuen Herausforderungen zu meistern und „für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein“.

Hilfreich wirkt sich hierbei aus, dass sich Kuka im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisieren und das Ergebnis deutlich verbessern konnte. „2019 war ein Jahr des Umbruchs. Wirtschaftliche Herausforderungen sowie der Technologiewandel hin zu neuen Antrieben im Automobilbereich haben unsere Kunden zurückhaltender investieren lassen“, sagte Peter Mohnen. „Bei Kuka haben wir früh auf geänderte Rahmenbedingungen reagiert: Mit den richtigen Maßnahmen haben wir trotz geringerer Umsatzerlöse ein besseres Ergebnis erzielt. Unseren Free Cashflow haben wir um mehr als 200 Millionen Euro gegenüber 2018 verbessert. Wir liegen hier erstmals seit 2015 im positiven Bereich. Trotz schwieriger Zeiten sind wir zurück in der Spur. Allerdings sind mit Corona ganz neue Hindernisse zu überwinden.“

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Wachsende Fokusmärkte wie E-Commerce/Retail und Consumer Goods wirkten sich 2019 zwar positiv auf die Intralogistik-Sparte der Kuka Tochter Swisslog aus. Dennoch blieb das wirtschaftliche Umfeld besonders in den Bereichen Automotive und Electronics sowie in den Regionen Europa und China angespannt. Daher gingen Auftragseingang und Umsatz des Augsburger Automatisierungsspezialisten im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Für 2020 erwartet Kuka weiterhin ein schwieriges Marktumfeld, was durch die Coronavirus-Krise verschärft wird. „Die Pandemie stellt unsere Gesellschaft sowie die Wirtschaft vor völlig neue Herausforderungen. Das spüren wir bei Kuka ebenfalls, rund um den Globus“, sagte Peter Mohnen. „Aber ich bin stolz darauf, zu sehen, wie unsere Mitarbeiter in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten. Wir arbeiten gemeinsam daran, diese Krise zu überwinden und haben dafür eine stabile Ausgangslage.“

Der CEO betonte, statt Diskussionen über die Marktsituation zu führen, sei es wichtig, gerade in diesen Zeiten die Hebel für die Zukunft richtig zu stellen: In den kommenden drei Jahren plant Kuka Investitionen von rund 500 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, um Innovationen voranzutreiben. Dabei fokussiert jeder Geschäftsbereich seine Innovationen aktiv auf Wachstumsfelder. Ziel ist eine Erweiterung des Geschäfts in neue Märkte, Software und digitale Services. Gleichzeitig setzt Der Hersteller einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit und arbeitet daran, bei Portfolio-Verbesserungen noch gezielter Ressourcen zu schonen und den Energieverbrauch in den eigenen sowie in Kunden-Anlagen zu senken.

Finanzergebnisse 2019
Im Berichtsjahr verzeichnete der Kuka-Konzern einen Rückgang im Auftragseingang um 3,5 Prozent auf 3.190,7 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse sanken leicht um 1,5 Prozent auf 3.192,6 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Ratio betrug im Geschäftsjahr 2019 1,00 und sank damit leicht im Vorjahresvergleich (2018: 1,02). Werte ab 1,00 bedeuten eine gute Auslastung und weisen auf Wachstum hin.

Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte das EBIT von 34,3 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 47,8 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Kuka reagierte rechtzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen und leitete im Januar 2019 Effizienzmaßnahmen ein. Dadurch konnte die Kostenstruktur insbesondere in den Zentralfunktionen verbessert werden. Die EBIT-Marge stieg von 1,1 Prozent auf 1,5 Prozent im Jahr 2019.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug 14.014 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 14.235). Das Anfang 2019 angestoßene Effizienzprogramm umfasste auch einen sozialverträglichen Abbau von 350 Stellen am Standort Augsburg. Dieser wurde zum Jahresende abgeschlossen.

Ausblick 2020
Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die prognostizierten Ergebnisse können zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, so das Unternehmen. Daher könne derzeit keine Umsatz- und Ergebnisprognose gegeben werden. Darauf wurde im Geschäftsbericht bereits hingewiesen. Kuka arbeitet daran, sich für die Zeit nach der Corona-Pandemie aufzustellen. as

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