Stäublis Vierachs-Baureihe

Hygienische High-Tech-Scaras kommen

Die neue Vierachs-Baureihe TS2 von Stäubli ist eine komplette Neuentwicklung mit eigenentwickelter JCS-Antriebstechnik. Sie ermöglicht kurze Zykluszeiten sowie ein Hygienedesign, das die Einsatzmöglichkeiten in sensitiven Umgebungen erweitern soll.

Die neu konstruierten Maschinen sind modular aufgebaut und haben die hauseigene JCS-Antriebstechnik. Sie sollen in modifizierten Sonderausführungen (l.) für Pharma-, Medical- und Food-Einsätze bald verfügbar sein. © Stäubli

Stäubli Robotics zeigt auf der Motek die komplett neu konstruierten Maschinen. Sie sind jetzt modular aufgebaut und haben erstmals die hauseigene JCS-Antriebstechnik, die bereits bei den Sechsachsern zum Einsatz kommt. Diese Technologie ermöglicht dank Hohlwellenausführung ein Reinraumdesign, bei dem außenliegende Leitungen endgültig der Vergangenheit angehören.

Vier Modelle
Die neue Roboterfamilie besteht aus vier Mitgliedern. Im Einzelnen sind das der TS2-40 mit 460 Millimeter Reichweite, der TS2-60 mit 620 Millimeter Reichweite, der TS2-80 mit 800 Millimeter Reichweite und der neue TS2-100 mit einem Arbeitsradius von 1.000 Millimetern. Die Traglast aller vier Maschinen gibt der Hersteller mit 8,4 Kilogramm an.

Die neuen Maschinen sind kompakter und leichter. Der neue TS2-60wiegt 38 Kilogramm im Vergleich zu den 55 Kilogramm des Vorgängers TS60. Diese Gewichtsreduktion um 35 Prozent bedeutet einen Performancezugewinn für die Maschine. Weitere Leistungsdaten im Vergleich: 30 Prozent weniger Platzbedarf, 38 Prozent reduzierte Höhe sowie um 50 Prozent längere Serviceintervalle.

Außerdem haben die neuen Scaras ein kompaktes, geschlossenes Design mit innenliegenden Medien- und Versorgungsleitungen: keine Störkonturen, keine Fehlerquellen und keine unnötigen Partikelemissionen. Sie haben ein komplett abgedichtetes Gehäuse, die Pinole ist oben optional mit einem Deckel geschützt und mit Spezialschrauben von unten verschraubt, die Anschlüsse werden auf Wunsch unter dem Roboterfuß verborgen und Toträume konsequent vermieden.

Anzeige

Vierachser auch für sensitive Umgebungen
Stäubli sieht sich in den Life Science-Bereichen als Marktführer und will diese Position mit den neuen Scara-Roboterarmen weiter ausbauen. Die Roboter sollen in modifizierten Sonderausführungen für Pharma-, Medical- und Food-Einsätze sowie als UL- und ESD-Varianten bald verfügbar sein. Dazu lassen sich die Standardroboter mit einfachen Modifikationen für sensitive Produktionsumgebungen qualifizieren, wo sie neue Einsatzmöglichkeiten erschließen sollen. Im Fokus stehen Applikationen unter strengen Hygiene- oder Reinraumanforderungen von Food über Pharma bis hin zu Photovoltaik. Dafür können alle TS2-Modelle ohne Leistungsverlust mit lebensmittelverträglichem H1-Öl betrieben werden.

Weiteres Novum: Erstmals sind die Vierachser optional mit einem integrierten Werkzeugwechselsystem bestellbar. Damit können die schnellen Roboter Greifer und Werkzeuge automatisch selbst wechseln, wodurch sich die Uptime bei bestimmten Anwendungen erhöhen lässt. Weiterer Vorteil dieses Systems: Werkzeug oder Greifer lassen sich über den Bajonettverschluss auch manuell in Sekundenschnelle wechseln. Alle Medien- und Signalanschlüsse erfolgen automatisch.

Modulares Design
Aufgrund des modularen Designs haben alle Maschinen den gleichen Roboterfuß, den sich die Baureihe mit der sechsachsigen TX2-Generation teilt. Auch Vorarme, Achsen und Antriebe sind bei bestimmten Modellen identisch. Beispiel Vorarm: Hier kommen die vier Modelle mit zwei unterschiedlichen Vorarm-Versionen aus. Die kleinere Variante bedient die Modelle TS2-40 und TS2-60, die größere den TS2-80 sowie den TS2-100. as

Halle 7, Stand 7306

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Meinung

Ein Wettbewerb der Besten …

… liebe Leserinnen und Leser, war auch in diesem Jahr einmal mehr der handling award. Vor wenigen Tagen standen im Rahmen der Motek die Sieger auf der Bühne und nahmen stolz ihre Auszeichnungen entgegen.

mehr...
Anzeige

Hybrides Linearsystem

Schneller in der Kurve

Bis zu 20 Prozent schnellere Taktzeiten verspricht das hybride Transfersystem LS Hybrid von Weiss. Die Weiterentwicklung des Transfersystems LS 280 mit rein mechanischem Antrieb setzt dabei auf eine Kombination aus mechanischem Kurven-Antrieb und...

mehr...
Zur Startseite