Robotik - Systeme und Peripherie

handling award: Gewinner der Kategorie 2

Im Rahmen der Motek fand auch in diesem Jahr die Verleihung des handling awards statt. In der Kategorie 2 "Robotik - Systeme und Peripherie" wurden ein kollaborativer Industrieroboter, ein Softwaremodul zur Inbetriebnahme und Steuerung eines Roboters sowie Service Robotik Module ausgezeichnet.

Die Gewinner der Kategorie 2 „Robotik – Systeme und Peripherie“ © WBM

Intelligente Zusammenarbeit
Mit dem ersten Preis wurde der Yuanda Roboter ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um einen kollaborativen Industrieroboter mit einmaligem Bedienkonzept, der dank voll-integrierter Sensorik fühlen, sehen und denken kann.

Der Roboter erfüllt alle Anforderungen an die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit nach DIN ISO 10218 und 13849. Dank des skalierbaren Designs ist er flexibel auf unterschiedliche Anforderungen anpassbar. Der Yuanda Roboter überzeugt in seiner Gesamtheit durch die Vielzahl integrierter Sensorik und abgeleiteter Features. Vollintegrierte Sensorik sorgt für die sichere Interaktion mit Menschen und für die feinfühlige Handhabung von Objekten. Intelligente Lernsysteme steuern automatisierte Prozesse bei branchenübergreifendem Einsatz.

Der Yuanda Roboter erfüllt alle Anforderungen an die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit nach DIN ISO 10218 und 13849. Mit der grafischen Programmierschnittstelle können Anwendungen mit minimalem Aufwand direkt auf dem Desktop-Computer oder Tablet konfiguriert und ausgeführt werden. © Yuanda

Dank des integrierten Kamerasystems kann der Yuanda Roboter Objekte visuell wahrnehmen und klassifizieren sowie Produktqualität bewerten, Prozessänderungen erkennen und intelligent reagieren. Hard- und Software-Schnittstellen sind intuitiv und für jeden Benutzer leicht zugänglich. Mit der grafischen Programmierschnittstelle des Yuanda Roboters können Anwendungen mit minimalem Aufwand direkt auf dem Desktop-Computer oder Tablet konfiguriert und ausgeführt werden.

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Juror Dr. Kurt Schmalz gratuliert Nico Angerstein zum ersten Platz in der Kategorie 2. © WBM

Mithilfe vordefinierter Befehle können Programmbausteine einfach per Drag & Drop zusammengestellt werden. Durch Handführen oder auch Fernsteuern des Roboterarms lassen sich die gewünschten Aktionen schnell parametrisieren. Anschließend kann die Anwendung mit einem digitalen Zwilling visuell getestet und anschließend in der realen Umgebung ausgeführt und in Echtzeit überwacht werden. Zur schnellen Konfiguration universeller Aufgaben stehen gebrauchsfertige Programm-Templates bereit. Alternativ kann man eigene Vorlagen erstellen und diese bei ähnlichen Anwendungen wiederverwenden.

Bei dem Movikit Robotics handelt es sich um ein standardisiertes Softwaremodul für den Movi-C-Automatisierungsbaukasten von SEW. © SEW-Eurodrive

Effiziente Roboter­inbetriebnahme
Der zweite Platz ging an das neu entwickelte Movikit Robotics von SEW-Eurodrive, ein standardisiertes Softwaremodul für den Movi-C Automatisierungsbaukasten. Es ermöglicht die universelle Steuerung einer großen Palette serieller und paralleler Roboterkinematiken. Die Inbetriebnahme erfolgt sehr einfach durch grafische Konfiguration und die anschließende Erstellung des Roboterprogramms im Movisuite-RobotMonitor über die SEW Robot Language und Teach-In.

(v.r.n.l.): Daniel Schilling, Dr. Markus Müller, Jörg Peters und Wolfgang Currle von SEW-Eurodrive mit Dr. Kurt Schmalz. © WBM

Der RobotMonitor stellt dabei ein intuitiv bedienbares User Interface dar, wodurch eine schnelle und effiziente Inbetriebnahme ohne Spezialwissen möglich ist. In den RobotMonitor ist zusätzlich eine generische 3D-Simulation integriert, die die Bewegungen und die ausgeführten Bahnen des Roboters anzeigt. Spezielles Training entfällt bei gleichzeitiger Verkürzung der Time to Market. Das Movikit Robotics ermöglicht so durch Parametrierung, 3D-Simulation und Diagnosemöglichkeit die effiziente Inbetriebnahme und Steuerung eines Roboters.

Die Module umfassen das Manipulatormodul PRBT, das Steuerungsmodul PRCM sowie das Bedienmodul PRTM und ROS Module. © Pilz

Roboter aus dem Baukasten
Mit dem dritten Platz wurde Pilz für seine Service Robotik Module ausgezeichnet, ein Baukasten, aus dem sich Anwender, ihre Servicerobotik-Applikation zusammenstellen können. Die Module umfassen das Manipulatormodul PRBT, das Steuerungsmodul PRCM sowie das Bedienmodul PRTM und ROS-Module.

Dr. Kurt Schmalz begründet die Entscheidung der Jury, die Service Robotik Module mit dem handing award auszuzeichnen. © WBM

Wesentliche Merkmale sind Offenheit, anwenderfreundliche Bedienung und schnelle Inbetriebnahme. Da jedes Modulteil mit offenen Schnittstellen ausgestattet ist, können Anwender die Pilz-Module mit Modulen dritter Anbieter – beispielsweise Greifern – kombinieren. Auch die schnelle Inbetriebnahme zeichnet die neuen Service Robotik Module aus: Nach dem Plug-and-Work-Prinzip können Anwender die Module verbinden und sofort nutzen. Manipulatormodul, Steuerungsmodul sowie Bedienmodul bilden zusammen ein von der DGUV zertifiziertes Paket nach ISO10218-1 und bringen damit alle Voraussetzungen für die Umsetzung sicherer Roboterapplikationen mit. Das erleichtert den Weg zur obligatorischen CE-Kennzeichnung. dsc

Sieger und Produkte der Kategorie 2 stellen wir auch in unserer Bildergalerie vor.

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