Geo-Navigationstechnologie

Gestern ein Stapler, morgen ein Roboter

Flurförderzeughersteller Hyster Europe arbeitet mit dem französischen Robotertechnik-Spezialisten Balyo zusammen und stellt Robotik-Lösungen am Beispiel des Hyster-Schleppers LO7.0T vor.

Der Geh-Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht der Serie S1.0-1.5C folgt einer einprogrammierten Route. © Hyster

Der mit staplerbasierter Robotertechnik ausgestattete Schlepper ist eines der ersten Staplermodelle, die Hyster Europe mit der Balyo-Geo-Navigationstechnologie arbeitet. Hier seien keine komplexen Änderungen an der Infrastruktur erforderlich, um logistische Abläufe zu automatisieren. Die Flurförderzeuge orientieren sich vielmehr an der Umgebung mithilfe der natürlichen Gebäudemerkmale. Hyster setzt für die Navigation vor allem auf das System Geoguidance. Dieses auf der sogenannten Lidar-Technologie basierende System bestimmt die Position des Staplers, indem es sich an festen Punkten orientiert, beispielsweise an Wänden, Regalen oder der Gebäudestruktur. Auch Reflektoren oder sonstige physische Navigationshilfen seien nicht nötig.

Diese Robotik-Lösungen basieren auf Staplern aus der Serienproduktion, daher lassen sich die Flurförderzeuge nach wie vor auch manuell bedienen. Die Robotertechnik lässt sich jederzeit ausschalten, und der Fahrer kann die Maschinen bei Bedarf per Hand steuern. Somit lässt sich der Stapler spontan auch für andere Aufgaben einsetzen. Dadurch unterscheiden sich die Robotik-Lösungen für Hyster Stapler von Fahrerlosen Transportsystemen: FTS folgen automatisch ihren festgelegten Routen und lassen sich nicht manuell bedienen. Zudem sind einige FTS in der Navigation eingeschränkt und können Hindernissen nicht immer ausweichen. Die mit der Balyo-Geo-Navigationstechnologie ausgestatteten Hyster-Stapler nehmen bei Bedarf einfach eine andere Route. Wenn ein mit Geoguidance-System ausgerüsteter Stapler auf Hindernis trifft, ermittelt die Software in den meisten Fällen eine alternative Strecke, und der „Roboter“ kann seine Fahrt automatisch fortsetzen.

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Derzeit bietet Hyster mehrere Flurförderzeuge mit Robotertechnik an – etwa die Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht S1.0C, S1.2C und S1.5C sowie die Niederhubkommissionierer LO2.5. Darüberhinaus lassen sich mehrere Schlepper, die mit Routenzügen zur Beschickung von Fertigungslinien eingesetzt werden, mit den Robotik-Lösungen ausstatten.

Im Schlepper kann die Fahrtstrecke abgespeichert werden, die der Routenzug nehmen soll. Nach entsprechendem Training fahren die Routenzüge ihre Ziele automatisch an und halten selbständig an den einzelnen Stationen. Voraussetzung: Die Konfiguration des Routenzugs bleibt unverändert und das Gewicht der zu transportierenden Lasten ungefähr gleich; andernfalls müssen die Schlepper neu angelernt werden. Bei Bedarf kann die Robotertechnik auch ausgeschaltet werden, und die Schlepper werden wie gewohnt vom Fahrer gesteuert. pb

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