Fast-Picker TP80

Ganz andere Freiheiten

Neue Strategien mit Hochgeschwindigkeits-Maschine
Der TP80 weckt hohe Erwartungen und eröffnet wegweisende Strategien in der Automatisierung von Handhabungsprozessen: Mit der neuartigen Kinematik und dem beachtlichen Geschwindigkeitspotenzial eignet er sich für viele Applikationen. (Foto : Stäubli)
Stäubli Robotics stellt mit dem TP80 Fastpicker eine schnelle Vierachs-Kinematik für Pick&Place-Applikationen vor. Der High-Speed-Roboter erreicht Spitzenwerte von mehr als 200 Picks pro Minute und eignet sich für ultraschnelle Handlingaufgaben.

Der Hersteller will mit dem Fastpicker TP80 den Begriff Hochgeschwindigkeitsroboter neu definieren. Die Maschine erreicht mehr als 200 Picks pro Minute bei Handhabungsgewichten bis 0,1 Kilogramm. Selbst bei höheren Traglasten bis maximal 1,0 Kilogramm nimmt die Performance des Fastpickers kaum ab, verspricht Stäubli. Damit eignet sich der Vierachser für Applikationen aller Art, bei denen das Umsetzen und exakte Positionieren unter härtesten Taktzeitkriterien auf dem Programm steht. Der Hersteller hat Anwendungen in der Food-, Pharma- und Photovoltaikindustrie im Fokus. Auch die Automotive-, Elektronik- und Kunststoffbranche dürfte sich für diese Hochgeschwindigkeitsmaschine interessieren, die sich auch für den Einsatz an Werkzeugmaschinen eignet. Sie könnte aufgrund der Konstruktionsweise neue Automatisierungsphilosophien möglich machen, meint Stäubli. Auf jeden Fall unterstützt der TP80 die Realisierung energieeffizienter Anlagen. Zellenkonzeptionen können mit der Maschine leichter ausfallen, und außerdem wird Platz gespart.

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Beherrschbare Momente

Der TP80 mit der vorgestellten Kinematik sei schneller als viele Deltakinematiken, betont der Hersteller. Dennoch benötige er keine ultrastabile und schwere Zellenkonstruktion. Der Fastpicker ist kompakt und leicht gebaut; mit seinen 70 Kilogramm bringt er trotz der High-Speed-Performance keine unbeherrschbaren Drehmomente ins Spiel. Der Roboter lässt sich per Wand- oder Bodenmontage schnell und einfach integrieren. Darüberhinaus ist die Maschine konsequent auf Zuverlässigkeit und Präzision getrimmt. Sie kann große Arbeitsräume mit einem Durchmesser von 1,6 Meter bedienen und arbeitet über den gesamten Bereich mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,05 Millimeter. Diese hohe Präzision sei auch nach vielen Tausend Betriebsstunden gewährleistet. Verschleißerscheinung im Dauerbetrieb, die die Präzision beeinträchtigen könnten, sind bei dieser Kinematik mit ihrer besonders steifen Struktur konstruktiv nahezu ausgeschlossen. Außerdem sind alle Versorgungs- und Medienleitungen innerhalb des Arms geführt; störanfällige Außenkabel und -leitungen gibt es nicht.

Auffallend ist der schlanke Vorderarm am TP80. Damit kann der Roboter auch bei engen Platzverhältnissen arbeiten und selbst in schmale Maschinenöffnungen greifen. Seine Anschlüsse sind geschützt, deshalb kommt er auch mit aggressiven Umgebungsbedingungen durch Staub und Flüssigkeiten gut zurecht. Der TP80 erreicht in Standardausführung die Schutzklasse IP 54 und lässt sich optional mit Abdeckung und Faltenbalg bis IP65 aufrüsten. Um die Einsatzmöglichkeiten so flexibel wie möglich zu halten, haben die Entwickler auch an die Störkonturen des Arms besonders in Kombination mit Bildverarbeitungssystemen gedacht. Im Gegensatz zu Deltakinematiken verdeckt der Arm nicht den Sichtbereich des Visionsystems; so ist der Einsatz von stationären Bildverarbeitungssystemen, wie sie bei vielen Handhabungsaufgaben obligatorisch sind, nicht beeinträchtigt.

Wie alle Stäubli-Roboter läuft auch der TP80 über die Steuerung CS8C. Die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen PC und Verstärkerteil ist mit der Stäubli Advanced Robot Control sehr schnell. Der TP80 lässt sich einfach über die Programmiersprache VAL3 bedienen; interessante Softwaretools erleichtern auch Ungeübten mit vorgefertigten Macros die Programmerstellung. pb

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