Fahrerloses Transportsystem

Da kommt keine Spannung auf

ESD-sicheres FTS. Nord Electronic setzt am Standort Aurich ein ESD-sicheres Fahrerloses Transportfahrzeug von Insystems ein. Es transportiert elektronische Bauteile und wurde so modifiziert, dass es elektrostatische Spannungen ableitet und durchgängig geerdet ist.

Der Proant-Transportroboter für KLT-Behälter an einer exemplarischen Übergabestation. (Bild: Insystems)

Insystems Automation hat ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) der Marke Proant speziell für den Transport von elektronischen Baugruppen und Leiterplatten entwickelt. Das Fahrzeug wird bei Nord Electronic Drivesystems eingesetzt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine ESD-sichere Weiterentwicklung des Transportroboters Proant 436 mit Hubfunktion, der Behälter bis zu einer Last von 50 Kilogramm vollautomatisch befördert.

Bei der Firma Nord Electronic, einem Tochterunternehmen der Firma Getriebebau Nord, ist der Transportroboter seit kurzem in der Fertigung von Steuergeräten für Elektromotoren im Einsatz. Das Fahrzeug transportiert elektronische Bauteile zwischen dem Wareneingang und den Regallagern der Produktionsanlage, an denen sich jeweils im Boden montierte Übergabestationen befinden. Durch die im Fahrzeug integrierte Hubfunktion können die Behälter automatisch auf passive Rollenbahnen übergeben und von dort auch mit Vereinzelung von den Pufferplätzen übernommen werden.

Jan Stefan Zernickel, Projektleiter bei Insystems und verantwortlicher Ingenieur für die Inbetriebnahme bei Nord, erläutert die Herausforderung: „Für die Anforderungen einer elektrostatischen geschützten Fertigungsumgebung wurde das FTS so modifiziert, dass es elektrostatische Spannungen ableitet und durchgängig geerdet ist. Dazu wurden beispielsweise abriebfeste, leitfähige Antriebsrollen am Fahrzeug angebracht.“

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Keine Bodenspuren oder Wandreflektoren
Das FTS setzt auf der Proant-Technologie auf, navigiert vollständig autonom ohne Wandreflektoren oder eingelassene Bodenspuren und reagiert auf Veränderungen in der Arbeitsumgebung. Dadurch ist das FTS personensicher und kann Hindernisse und Menschen selbstständig umfahren.

Anhand einer einmalig gescannten Umgebungskarte berechnet der Transportroboter selbstständig die optimale Route zum Ziel.

Die Kommunikation des Fahrzeuges erfolgt über WLAN, um vorausschauend Staus und Behinderungen an Engstellen zu vermeiden. Ein Flottenmanager überwacht den Batteriezustand des Fahrzeugs und schickt es rechtzeitig an die Ladestation. Diese befindet sich bei Nord am Wareneingang, wodurch das FTS bei jeder Übergabe den Akku für 90 Sekunden laden und effektiv Zeit sparen kann. as

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