Servicerobotik

Assistent für selbstbestimmtes Leben

Service Robotics ist erneut Thema der Automatica. Die Automatica 2016 präsentiert die neuesten Entwicklungen in der Professionellen Servicerobotik. Im speziell dafür konzipierten Service Robotics Demonstration Park in Halle B4 zeigen sich Innovationen in verschiedenen Themenbereichen – beispielsweise Medizin und Transport.

Der RB-1 ist ein autonomer und konfigurierbarer Roboter für fernbedienbare altersgerechte Assistenzsysteme. (Foto: Robotnik)

„Machen Sie sich auf ein Aha-Erlebnis gefasst“, sagt María Benítez von Robotnik. „Wir zeigen unseren neuen, autonomen und konfigurierbaren Roboter, den wir für Teleoperation und als Assistenzsystem für ein selbstbestimmtes Leben im Alter entwickelt haben. Der Roboterarm des RB-1 hat sechs Freiheitsgrade und kann mit einem Zwei- oder-Dreifingergreifer ausgestattet werden. Damit ermöglicht er dem Anwender, sicher mit seiner Umgebung zu agieren.“ Der Roboter ist flexibel und kann mit Peripheriegeräten verschiedener Hersteller betrieben werden. Unterschiedliche Laserscanner lassen sich mit dem Roboter einsetzen. Zusammen mit dem integrierten RGB-D-Sensor wird die sichere Navigation und Objekterkennung gewährleistet.

Auch der Motoman CSDA10F von Yaskawa soll auf der Messe für Aufsehen sorgen. Bekannt unter dem Namen „Balthazar“ folgt dieser Roboter dem Trend zu personalisierten Produkten in der Kosmetikbrache. Die Individualisierung von industriell hergestellten Produkten ist aufgrund der hohen Lohnstückkosten bisher nicht machbar gewesen. Bis jetzt. Kunden können ab sofort nicht nur den Fertigungsprozess ihrer Produkte mittels Online-Übertragung mitverfolgen, sondern bekommen auch ein persönliches „Making-of-Video“.

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Eine Technologie, die vom Menschen inspiriert wurde, zeigt Shadow Robotics. RAMCIP (Robotic Assistant for Mild Cognitive Impairment Patients at home) ist ein Assistenzroboter, der Menschen mit Demenz und leichten kognitiven Einschränkungen zu Hause unterstützen soll, um ihnen länger ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. „Wir arbeiten an der Verarbeitung von Rückenmarkssignalen, damit RAMCIP in Echtzeit intelligent greifen kann“, sagt Rich Walker, Shadow Robotics. „Die menschenähnlichen Fähigkeiten, die RAMCIP dank der von der EU finanzierten Forschung hat, nutzen wir zur Schaffung von praktischen Roboterlösungen in vielen Einsatzgebieten.“

Surena III ist ein humanoider Roboter, der Treppen steigen, Sprache erkennen, kommunizieren und navigieren kann. (Foto: The University of Teheran)

Eine der Top-Attraktionen auf der Messe ist der Service-Robotics-Demo-Park in Halle B4, auf dem Besucher die Möglichkeit haben, mit den Robotern zu interagieren und diese ohne Gefahr zu berühren. Ein Beispiel hierfür ist der humanoide Roboter Surena III aus dem Iran. Das Beispiel zeigt viele Fähigkeiten, etwa Treppen zu steigen, auf Rampen zu gehen, auf einem Bein auszubalancieren und Objekte zu greifen. Beim Erkennen von Objekten und Gesichtern, der Imitation von menschlichen Bewegungen oder der Erkennung von Stimmen – wenn auch bisher nur in persischer Sprache – spielt er seine Stärken aus. Dank dieser Fähigkeiten kann der Roboter über Bildverarbeitung, Spracherkennung und Sprache mit Menschen interagieren.

Die Mensch-Maschine-Kollaboration und die intuitive Bedienung sind in diesem Jahr zwei Hauptthemen der Veranstaltung. Dies wird unter anderem durch ROB Technologies veranschaulicht. Mit einer Roboter-Software können Kunden ihre Roboter ohne Programmierkenntnisse einfach und schnell an neue Produktionsaufgaben anpassen. bw

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