Bin-Picking

Nahezu Echtzeit

Indat hat für ungeordnetes Schüttgut eine Roboterzelle mit 3D-Lageerkennung entwickelt. Sie arbeitet geräuscharm, schont die Werkstücke und erreicht Entnahme- beziehungsweise Taktzeiten von etwa zwölf Sekunden.

Roboterzelle mit 3D-Lageerkennung

Die Lösung „Bin Picking“ erfüllt wesentliche Anforderungen der Anwender in den automatisierten Fertigungslinien: Das System der Roboterzelle mit 3D-Lageerkennung detektiert die Rohteile und ihre Positionen, die Software verarbeitet die Informationen nahezu echtzeitig und übergibt die Lagedaten an den Roboter. Das Ganze kann Teil einer automatisierten Fertigung sein.

Die Bin-Picking-Roboterzellen sind modular aufgebaut und lassen sich schnell umrüsten. Sie sind für den innerbetrieblichen Transport per Stapler konzipiert und arbeiten sowohl im kontinuierlichen als auch diskontinuierlicher Betrieb.

Die Funktion lässt sich in den Aspekten „3D-Sehen – Erkennen – exakt Greifen – definiert Übergeben“ zusammenfassen. Entscheidend sind dabei sowohl das auf die Abläufe bezogene Verteilen der Aufgaben als auch das Zusammenspiel der einzelnen Technologien und Komponenten. Ein 3D-Lasersensor und zwei Kameras erfassen das Oberflächenprofil des Schüttgutes im Behälter. Das Auswertesystem ermittelt die Positionen der ungeordneten Rohteile im Vergleich mit deren 3D-Daten. Anschließend bewegt die Robotersteuerung den Greifer so, dass er das Rohteil exakt aufnimmt und in der gewünschten Position übergibt. Danach greift er das nächste bereits vorher erkannte Teil und spart damit Zeit. Denn ein erneutes Scannen und Aufnehmen per Kamera erfolgen erst, wenn das wegen mehrerer Entnahmen veränderte Oberflächenprofil es erfordert. Indat konstruiert und fertigt die Greifer passend zum Bauteil, dessen Werkstoff und stereometrischer Form. Mechanisch, magnetisch oder vakuumtechnisch basierte Greifer stehen zur Wahl.

Anzeige

Die Ablage der Rohteile kann auf ein Band, auf eine Zentrierstation oder in die Aufnahme einer weiter verarbeitenden Maschine erfolgen. Ein Umgreifen beziehungsweise zusätzliches Positionieren des Teiles ist ebenso möglich wie das Verknüpfen mit weiteren Roboterzellen. bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Künstliche Intelligenz

Fernsteuerung mit KI

Neben den neuen Modellen RS007N/L und BX200X präsentiert Kawasaki den Prototypen des Successor – einer neuen von künstlicher Intelligenz (KI) gestützten, manuellen Fernsteuerung für Industrieroboter.

mehr...
Anzeige

Befestigungssysteme

So sitzt der Kabelschutz

Kabel und Leitungen sind oft mit Kabelbindern an den runden, glatten Armen von Cobots befestigt. Reiku hat jetzt zwei neue, rutschsichere, für unterschiedliche Belastungshöhen ausgelegte Universal-Befestigungssysteme auf den Markt gebracht. 

mehr...