Fertigungszelle

Sechs Sekunden

Sie ist schnell und doch präzise. Sechs Millionen Steckverbinder bestückt die MHM 211424 locker pro Jahr. Die neue Fertigungszelle von Martin Mechanic ist sozusagen ein Dauerrenner. Dabei kann sie auch noch zwischen drei unterschiedlichen Anforderungsprofilen hin und her pendeln, legt – je nach Programmierung – mal drei, dann vier oder fünf Kontaktstifte ein, um sie zu verpressen.

Fertigungszelle

Ein Großunternehmen in der Elektronikindustrie war an die Ingenieure und Techniker des Herstelelrs herangetreten. Was sich zunächst wie ein Routineauftrag für die Sondermaschinenbauer anhörte, entpuppte sich dann jedoch recht rasch zu einem Auftrag mit diffizilem Anforderungsprofil. Denn die Geschwindigkeit ist hoch. In den Außenmaßen zwei auf drei Meter ist sogar der Schaltschrank enthalten. Mit der darin platzierten, übergeordneten SPS-Steuerung lassen sich komfortabel die unterschiedlichen Arbeitsvarianten der Anlage programmieren.

In einem Zyklus von sechs Sekunden bestücken sie zu dritt in diesem Fall Steckverbinder mit maximal je fünf Kontaktstiften, verpressen sie und setzen auch den Qualitätscheck noch obendrauf. In diesen sechs Sekunden gibt es außerdem immer wieder Nachschub. Bis zu viermal drei Werkstückaufnahmen können gleichzeitig erfolgen. Der Fertigungsprozess läuft auf dem Rundschalttisch deshalb mehrfach parallel ab. Nach Zuführung und Vereinzelung über ein Förderband greift der erste Roboter nach dem ersten Steckverbinder. Für die rotatorische Ausrichtung ist eine Kamera zuständig, die jedes Bauteil erkennt und dafür sorgt, dass es lagerichtig auf dem Rundschalttisch ankommt. Der zweite und dritte Roboter nehmen jeweils die passenden Kontaktstifte auf und setzen sie an Station eins des Rundschalttisches in die dafür vorgesehenen Vertiefungen des Steckverbinders ein. Natürlich wissen die Roboter dank intelligenter Programmierung, welche Stückzahl gerade gefragt wird. An Station zwei des sich drehenden Rundtisches werden die Stifte von den Robotern vorgepresst. An Station drei werden sie mit der richtig dosierten Kraft auf ihre exakte Höhe vorsichtig eingepresst. Ob die Höhe der Kontaktstifte in Ordnung ist, überprüft schließlich die vierte Station mit einem Präzisionsmesssensor. Er kontrolliert die Qualität der fertigen Teile, von denen die guten sofort mit einem Körner markiert werden. ee

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