Roboterzelle

Teamwork in der Zelle

Entgraten mit Robotertechnik. Feintool System Parts setzt auf ASA in der Produktion.

Während ein Roboter das Produkt positioniert, entgratet der andere mit unterschiedlichen Werkzeugen. (Foto: ASA)

Um Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit hochzuhalten, setzen immer mehr Unternehmen auf Robotik in der industriellen Produktion. ASA Automatisierungs- und Fördersysteme in Mainhausen erhielt von Feintool System Parts Obertshausen, einem weltweit agierenden Markt- und Technologieführer im Bereich Feinschneiden und Umformen, den Auftrag zur Entwicklung einer robotergestützten Entgratzelle. Grundlegende Anforderungen an ASA waren ein definierter hoher Durchsatz, exzellentes Qualitätsniveau und natürlich hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten.

Seit kurzem nun sind zwei kooperierende Roboter als Team für die Fertigung von Rotorträgern für Hybridantriebe aus der Automobilindustrie zuständig. Während ein Roboter das Produkt positioniert, entgratet der andere mit unterschiedlichen Werkzeugen die zahlreichen Bohrungen, Fräsungen und Kanten. Vier unterschiedliche Bauteile werden in dieser Zelle bearbeitet. Der gesamte Vorgang, der zuvor von Mitarbeiter in zum Teil mühevoller Handarbeit verrichtet wurde, dauert nun nur noch wenige Minuten. „Damit ist uns ein großer Schritt in Richtung einer noch moderneren und kostengünstigeren Fertigung gelungen“, unterstreicht Feintool Werksleiter Rahmi Sarigoel die Vorteile des Systems.

Das Besondere an dieser Zelle ist, dass sie zu den klassischen Kernprozessen wie Produktlogistik – Mixbetrieb, Losgröße eins – Produkthandling und dem Entgraten von Stahlwerkstoffen weitere Prozesse wie das Lasermessen von Zapfen und Schlitzen sowie ein Vision System zur Kontrolle der Produktgeometrie beinhaltet. Es wird also jedes einzelne Merkmal des Bauteils vermessen, geprüft und dokumentiert. „Mit dieser neuen Anlage erreichen wir eine höhere und reproduzierbare Qualität und steigerten unsere Produktivität ganz deutlich“, erläutert Feintool Geschäftsführer Knut Zimmer die Hintergründe. Mario Krämer, Geschäftsführer der ASA, fügt hinzu: „Wir freuen uns, wenn wir zur Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden etwas beitragen können. Und in diesem Fall auch langfristig Deutschland als Produktionsstandort sichern können.“

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Die Roboterzelle konnte sich zudem bei einem innerbetrieblichen Award behaupten. Mit ihr erhielt das Team des Standorts Obertshausen den Best Achievement Award 2015 in der Kategorie „Innovation & Technik“.

ASA Automatisierungs- und Fördersysteme steht für passgenaue Materialflusslösungen besonders im Bereich der Transport-, Montage- und Handhabungstechnik, die auf die speziellen und oft komplexen Kundenanforderungen zugeschnitten sind. Das Angebot reicht von der Entwicklung über die Herstellung bis hin zum After Sales Service; dabei kann es sich um das Verketten einzelner Maschinen und Anlagen, aber auch um Turnkey-Projekte handeln. pb

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