Entgratanlage GR 500 Robot

Entgraten mit Sechsachser

Mit robotergestütztem Entgraten befasst sich die Maschinenfabrik Rausch, die nun den ersten Prototypen einer neuen Generation ihrer Entgratanlagen „Gratomat“ vorgestellt hat.

Entgratanlage „Gratomat“

Die Maschine mit der Bezeichnung GR 500 Robot verzichtet auf die bisher üblichen Linearachsen zur Führung des Pendelkopfsystems mit dem Anfasfräswerkzeug. Stattdessen kommt ein Knickarm-Sechsachs-Roboter in Leichtbauweise zum Einsatz. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass der Anwender schnell und ohne aufwändige Konturkurvenprogrammierung auf neue Bauteile umrüsten kann. Teilungsfehler und Schleifaufmaße für Härteverzüge werden kompensiert. Das Eingeben der gewünschten Fräsposition erfolgt über das Bedienpanel des Roboters. Außerdem verfährt der Roboter mit zusätzlichen Freiheitsgraden, ist somit flexibler und kann auch komplexe Verzahnungskonturen bearbeiten. Fräsposition und Fase sind schnell reproduzierbar, außerdem ist ein beidseitiges Entgraten an der Ober- und Unterseite des Bauteils mit nur einer Fräseinheit möglich. Mit diesen Eigenschaften sei das Maschinenkonzept ideal für „Jobshops“, die regelmäßig eine hohe Teilevielfalt zum Beispiel von Zahnrädern oder Ritzelwellen in kleinen Losgrößen bearbeiten. Die Anfasfräseinheit wird von einer energieeffizienten, drehzahlgeregelten Elektrospindel angetrieben. Falls erforderlich, ist auch eine Drehrichtungsumkehr des Antriebs möglich, sagt der Hersteller. Alternativ könne sich der Anwender für den Einsatz einer kostengünstigeren Pneumatikspindel entscheiden. Als weitere Ausbaustufe ist die Ausrüstung einer größeren Maschinenbaureihe mit zwei oder mehr Leichtbaurobotern geplant – dann kann wahlweise die Taktzeit verkürzt werden, oder die Anlage führt Zusatzaufgaben wie Grobentgraten oder Nachbürsten aus.   pb

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