Industrieroboter

Der Navigator

Intuitives Führen eines Roboters in allen sechs Achsen. Toolmotion stellt den „Navigator“ vor, mit dem Anwender einen Industrieroboter bewegen. So können auch weniger versierte Anwender mit einem Roboter arbeiten.

Mit dem Navigator können Betriebe arbeiten, die Roboter bisher noch wenig oder gar nicht eingesetzt haben. (Foto: Toolmotion)

Bisher wird ein Industrie-Roboter über die Richtungstasten am Bedienpad bewegt. Dazu muss der Bediener die Orientierung des Roboters im Raum eindeutig kennen und wissen, in welcher Richtung die Achsen X, Y, Z verlaufen und wie die Rotationen der A-, B- und C-Achsen aussehen. Die Bewegung wird dazu noch in Plus- oder Minus-Richtung ausgeführt. Somit stehen zwölf einzelne Fahrtasten auf dem Bedienpad des Roboters zu Wahl. Hinzu kommt das gültige Tool oder die Base, auf die sich die Orientierung bezieht. Dazu ist Fachwissen, räumliche Vorstellung und Übung nötig. Beim Einsatz des Navigators ist das anders, sagt Toolmotion: Der Industrieroboter lässt sich einfach mit der Hand führen durch Ziehen und Drücken am Navigatorknopf. Es gebe kein Problem mit der Zuordnung der Achsen, und die Bewegung der eigenen Hand im Raum erfolge intuitiv.

Der Mitarbeiter kann also ein schweres Teil greifen und mit dem Navigator an die gewünschte Stelle führen, an der es weiterverarbeitet wird – etwa zum Montieren, Schweißen oder Verpacken. Der Roboter bewegt sich in allen sechs Achsen einfach mit. Daraus folgen eine einfache Bedienbarkeit und eine erhebliche Zeitersparnis, sagt Toolmotion. Die Gefahr, den Roboter mit der falschen Fahrtaste zu bewegen, entfalle. Das Erfassen einzelner Punkte und die Aufzeichnung von ganzen Bahnbewegungen (Scans) erfolgt über die bereitgestellte Software. Das sofortige Erfassen von Fahrwegen sei werkergerecht, betont der Anbieter, und das Bewegen schwerer Lasten via Navigatorknopf unterstütze den Werker ergonomisch bei der Arbeit.

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Der Sockel, auf den der Navigator aufgesteckt wird, lässt sich an beliebiger Stelle am Tool des Industrieroboters befestigen. Die Errechnung der Sockelkoordinaten erfolgt im Menü „Justage“ automatisch mit dem Justagesensor. Die Verbindung zur Roboter-Steuerung erfolgt über Funk – störende Kabel entfallen. Der Navigator lässt sich auch einfach wieder vom Sockel abziehen.

Mit dem Navigator können Betriebe arbeiten, die Roboter bisher noch wenig oder gar nicht eingesetzt haben. Die Bedienung erfolgt intuitiv, und Vorkenntnisse über das System seien nicht nötig, ebensowenig die Orientierung in „Plus“ oder „Minus“. Beispielsweise nach einem Programm-Stop (Not-Halt-Situation) kann auch ein weniger versierter Mitarbeiter den Roboter frei fahren. Das Verändern von Punkten in einem vorhandenen Fahrprogramm sei für jeden Werker möglich: Er fährt das Roboterprogramm bis zur gewünschten Position ab und fährt an dieser Stelle sodann mit dem aufgesteckten Navigator die neue Position an. Sie wird im Programm abgespeichert. Das Anfahren der gespeicherten Punkte erfolgt direkt aus dem Menü „Teach-Scan“ heraus. Die Daten werden aufgezeichnet, und die erfassten Positionsdaten lassen sich nachträglich einzeln bearbeiten. Der Anwender kann direkt Kommentare zwischen die erfassten Datensätze einfügen; Punkte lassen sich einfügen, korrigieren, löschen oder ändern. So wird es für den Bediener möglich, bestehende Programme einfach und anwenderspezifisch anzupassen.  pb

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