Personality

„Uns fehlen bald die Praktiker“

Unternehmerin Monika Stein sorgt sich um den Nachwuchs
Familie, wandern, schwimmen, frische Luft: Monika Stein liebt es traditionell.

Wer oder was hat ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Mein Schwiegervater war Gesellschafter des damaligen Unternehmens Stein Apparatebau, das auch meinen Mann beschäftigte. So kam ich mit den Produkten in Berührung.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Wir waren uns bald klar darüber, dass wir ein eigenes Produkt brauchten, um nicht vom schwierigen Geschäft mit Sondermaschinen abhängig zu sein. Deshalb entschlossen wir uns zu einem Strategiewechsel und entwickelten mit sehr großem Aufwand das bis heute hoch innovative Werkstückträger-Transportsystem WTS.

Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?
Mir liegt besonders die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens am Herzen, denn wir werden ja auch nicht jünger.

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind…
Kurz und knapp: meine Familie, unser Unternehmen und hier die Mitarbeiter, und der faire Umgang miteinander.

...und drei, auf die Sie besonders gut verzichten könnten.
Auf die Pokerspieler unter den Bankiers; auf solche Krisenjahre wie 2009; und auf unsichere Billigprodukte aus China.

Ein Bild, eine Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?
Mein vor vielen Jahren gekauftes Bild, nämlich ein Sternzeichen-Bild „Stier“, im Stierkampf stilistisch dargestellt.

Je ein Buch, eine CD, ein Film. Welche sind Ihnen besonders wichtig?
Ein literarischer Krimi von Mankell, Grönemeyer, Die Flucht mit Maria Furtwängler.
Was lesen Sie derzeit?

Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson.

Welchen Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer oder Sportler würden Sie gern live erleben?
Zuerst Karl-Heinz Böhm, dessen konsequentes Engagement ich sehr bewundere; den In-Musiker David Garett.

Welche positive Ader kennzeichnet Sie?
Standhaftigkeit und Ehrlichkeit.

Und die negative Seite?
Impulsiv und oftmals zu ungeduldig.

Welche Botschaft haben Sie an Ihre Mitarbeiter?
Wie in der Vergangenheit geschehen, gemeinsam an einem Strang ziehen und in guten wie in schlechten Zeiten hinter der Firma stehen.

Ein Zufall spielt Ihnen 5.000 Euro zur freien Verfügung in die Hände. Wie setzen Sie diese ein?
Die würde ich unseren Kindern geben oder für die Enkelkinder anlegen.

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
Die Verlagerung von Produktionsstätten nach XYZ für Waren, die hier gebraucht werden, ist mir ein Dorn im Auge. Die dahinter steckenden Interessen sind zumeist finanztechnischer Natur, oftmals doch mehr als fadenscheinig und gehen am Ende immer zu Lasten aller. Was macht es volkswirtschaftlich für einen Sinn, in fernen Ländern Arbeitsplätze zu subventionieren?

Was raten Sie der Jugend?
Neben der rein schulischen Ausbildung auch unbedingt eine praktische Berufsausbildung vorzunehmen. Denn in wenigen Jahren werden wir einen extremen Mangel an Praktikern haben.

Wie und wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
In zehn Jahren sind wir hoffentlich im wohlverdienten Ruhestand und vor allen Dingen gesund und munter. bw

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