Personality

„Hoffnungen, die ich wecke, will ich auch erfüllen“

Wer oder was hat ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Ein Mensch bringt immer gewisse Veranlagungen mit, bei mir war es eben die Technik. Wer damit nichts am Hut hat, dem kann man das auch nur schwer anerziehen. Was man dann aus dem Elternhaus mitbringt ist, dass man sich gerne engagiert. Das Faszinierende an der Intralogistik ist die Verbindung vieler Technologien, die zu einem hohen Automatisierungsgrad führen.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Die Verknüpfung zwischen Internet, Automatisierung und Menschen. Das steuert die Warenflüsse zeit- und mengengenau rund um die Welt.

Der heutige Bundespräsident Christian Wulff ließ sich auf der CeMAT 2005 von Christoph Hahn-Woernle die Intralogistik erklären.


Was möchten Sie noch dringend beruflich erreichen?
Die Übergabe unseres leistungsstarken Unternehmens an die nachfolgende Generation – und das weitere Engagement für unsere Branche und für unseren Beruf.

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind...
Meine Familie, meine Familie und meine Familie.

...und drei, auf die Sie besonders gut verzichten könnten.
Im Moment habe ich noch nicht das richtige Alter, um zu verzichten…

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Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?
Es gibt mehr als ein Buch, das mich fasziniert. Zurzeit liegt zum Beispiel ein kleines antiquarisches Büchlein auf meinem Nachttisch. Das berichtet über das Leben der Menschen in Nova Scotia vor dem Krieg. Das hat mich sehr bewegt. Dieses Gebiet haben wir im vergangen Sommer mit unserem Segelboot befahren.

Was erwartet Sie nach Büroschluss?
Mein Zuhause.

Treiben Sie Sport?
Segeln und Skifahren. Beides mit Leidenschaft.

Ihr Lebensmotto?
Ich will die Hoffnungen, die ich wecke, auch erfüllen. Und ich muss dabei jeden Morgen in den Spiegel schauen können.

Welche positive Ader kennzeichnet Sie?
Hier würde mich eher interessieren, wie andere das sehen.

Und die negative Seite?
Hier würde es mich noch viel mehr interessieren, wie andere das sehen!

Welche Botschaft haben Sie an Ihre Mitarbeiter?
Auf, auf: Die Zukunft liegt vor uns!

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
Die Fortschrittlichkeit der Gesellschaft. Lassen Sie mich das erklären: In Deutschland ist derzeit ein gefährlicher Trend zu beobachten. Viele Menschen wollen das Bestehende bewahren, wir wollen Natur und Umwelt schützen, sind aber gleichzeitig gegen jegliche Art von Veränderung und gegen Fortschritt. Das Bewahrenwollen und gegen den Fortschritt zu sein ist aber ein Widerspruch. Die regenerative Stromerzeugung lässt sich eben nicht mit den technischen Mitteln von 1950 lösen. Und unsere Gewässer wären übelriechende Kloaken, wenn es keine modernen Klärwerke und moderne chemische Prozesse gäbe.

Was wollten Sie machen, als Sie 18 Jahre alt waren?
Abitur, Führerschein, Studium, Familie gründen, um die Welt segeln. Das habe ich dann alles zielstrebig abgearbeitet. Bis auf das Segeln. Hier bin ich erst bis auf die andere Seite des Atlantiks gekommen.

Wie und wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Darüber habe ich noch kein klares Bild. Ich hoffe, dass ich viel Zeit für meine Familie und für möglichst viele Enkelkinder haben werde. Kinder sind unser wichtigstes Gut. bw

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