Lenze-Forschungsvorstand Frank Maier liebt die Technik und die Musik

"Legenden entstehen eher selten zu Lebzeiten"

Wer oder was hat Ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Schon bei den ersten Kontakten mit Lenze hat mich die Weitsicht der Unternehmensführung fasziniert, die erkannt hatte, dass sich ein Unternehmen der Antriebstechnik mit der Wandlung zum Automatisierer sehr viel intensiver mit Elektronik und Software auseinandersetzen muss.

Frank Maier forscht bei Lenze und entspannt bei Musik. Seine Frau ist Opernsängerin.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Das Zusammenwachsen von Mechanik, Elektronik und Informatik in mechatronische Lösungen erlaubt es, Maschinen ungeahnter Geschwindigkeit und Präzision zu bauen.

Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?
Privat ist die Sicherung der Zukunft meiner Tochter das oberste Ziel. Beruflich naturgemäß die Sicherung der Zukunft von Lenze durch Innovation.

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind ...
Unser Haus, eine Villa aus dem 18. Jahrhundert, das wir sehr liebevoll restauriert haben. Meine Konzertgitarre, auf die ich als Teenager mehrere Jahre entsagungsvoll gespart habe. Die "Schatztruhe" in meinem Weinkeller.

... und drei, auf die Sie besonders gut verzichten könnten?
Nervige Talkshows mit Politikern, die viel reden und nichts sagen, Spam, Eisregen.

Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?
ei der Belletristik die "Geschichten des Piloten Pirx" von Stanislaw Lem. Lem hat das Zusammenspiel und auch das Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik mal humorvoll, mal nachdenklich meisterhaft beschrieben. Bei den CDs bin ich nicht objektiv, meine Frau ist Opernsängerin, daher liegen mir ihre Aufnahmen natürlich besonders am Herzen. Der für mich unvergesslichste Film ist "Amadeus" von Milos Forman.

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Ein Bild, ein Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?
Die Original Illustrationen von Max Ernst zu "Werner Heisenberg - Die Bedeutung des Schönen in der exakten Naturwissenschaft".

Was lesen Sie derzeit?
"Samarkand" von Amin Maalouf.

Was erwartet Sie nach Büroschluss?
Meine Familie, viel Musik und gelegentliche Gartenarbeit.

Welchen Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer oder Sportler würden Sie gern live erleben?
Ich hätte gerne Luciano Pavarotti einmal live erlebt, oder wie Karajan Beethoven dirigiert. Leider ist das mit den Legenden ja so eine Sache, sie entstehen eher selten zu Lebzeiten.

Treiben Sie Sport - welchen?
Ich vermeide ihn nach besten Kräften. Die minimal notwendige Bewegung hole ich mir beim Schwimmen, Spazierengehen und gelegentlichen Wandern und Radfahren.

Ihr Lebensmotto?
Pragmatismus schlägt Dogmatismus.

Haben Sie ein Vorbild - oder vielleicht mehrere?
Unsortiert und nicht vollständig: Leonardo da Vinci; Mozart; Gottfried Wilhelm Leibniz - für mich das letzte wirklich universelle Genie; Max Planck - der sich nicht mit der Aussage seines Professors, dass in der Physik schon alles erforscht sei, abfinden wollte.

Welche positive Ader kennzeichnet Sie?
Ich bin ein unverbesserlicher Optimist und ausgesprochen neugierig.

Leben Sie gerne dort, wo Sie leben, oder können Sie sich auch einen anderen Lebensmittelpunkt vorstellen. Im Ruhestand vielleicht?
Ich lebe sehr gerne dort, wo ich lebe, und das als gebürtiger Schwabe im Weserbergland. Trotzdem kann ich mir natürlich auch andere Orte vorstellen, zum Beispiel das Presidio in San Francisco, in einem Haus direkt an der Bucht mit Blick auf Golden Gate Bridge.

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
Die vollständige Aufgabe der Selbstverantwortung des Individuums zugunsten einer totalen Vergesellschaftung aller Probleme.

Was wollten Sie machen, als Sie 18 Jahre alt waren?
Das war die Phase, wo zwischen Pilot, Technik und Medizin noch alles drin war.   bw

Frank Maier ist seit 2009 Mitglied des Vorstands der Lenze SE. Der 50-Jährige verantwortet unter anderem die Bereiche Forschung & Entwicklung, Innovation und Prozesse. Maier studierte Elektrotechnik an der Universität Stuttgart. Er begann seine berufliche Laufbahn 1989 als Entwicklungsingenieur bei Hewlett Packard. Bei HP und ab 1999 im HP Spin-off Agilent Technologies war er in verschiedenen Geschäftsbereichen und Positionen in Deutschland und den USA tätig. Frank Maier ist verheiratet und hat eine Tochter.

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