Motoman-Marketing-Manager Richard Tontsch steht bewundernd vor Robotern

"Marketing ist Haltung und Kultur"

Wer oder was hat Ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?

Ich glaube fest an die Wichtigkeit von Marketing im erweiterten Sinne. Da ist Marketing keine Fachdisziplin mehr, sondern die Haltung und Kultur einer Organisation gegenüber dem Markt und dem Umfeld. Yaskawa als Erfinder des Begriffs Mechatronic und einer der weltweit führenden Roboter-Hersteller begeisterte mich ebenso wie die Branche an sich.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?

Es ist die Roboter-Steuerung - sozusagen das Gehirn, das unsere Ingenieure in 40 Jahren zur Perfektion getrieben haben. Ich bin begeistert, wie eine Vielzahl von Daten in sinnvolle Bewegungen mit höchster Präzision und Schnelligkeit umgewandelt werden.

Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?

Die Fähigkeit, dringende Themen mit gebührender Gelassenheit anzugehen.

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind ...

Gesundheit, Frieden, Freiheit im Großen und im unmittelbaren Umfeld.

... und drei, auf die Sie besonders gut verzichten könnten?

Krankheiten, Krieg und Menschen, die anderen das Leben schwermachen.

Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?

Bücher: viele. CD: Best of David Bowie. Film: Ich bin der, der beim Film aufsteht und beim Werbeblock sitzenbleibt.

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Ein Bild, eine Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?

Früher habe ich ein paar Bilder von Kunststudenten geschenkt bekommen. Die sind mir am liebsten. Damit sind unmittelbar Erinnerungen verbunden.

Was lesen Sie derzeit?

Bei mir hat das Internet fast vollständig Einzug gehalten. Ich lese hauptsächlich Aktuelles aus Wirtschaft, Weltgeschehen, Sozialem. Bücher gibt es bei mir immer öfter als Hörbücher fürs Auto.

Was erwartet Sie nach Büroschluss?

Meine Familie, ein leckeres Abendessen, mit den Kindern eine Geschichte lesen und manchmal noch eine Runde Joggen.

Welchen Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer oder Sportler würden Sie gern live erleben?

Sehr gerne wieder einmal David Bowie.

Treiben Sie Sport - welchen?

Joggen und Schwimmen, wann immer es geht - Hauptsache an der frischen Luft.

Ihr Lebensmotto?

Mit 80 Jahren meinen Enkelkindern interessante Geschichten erzählen können.

Haben Sie ein Vorbild - oder vielleicht mehrere?

Eher mehrere. Das sind Menschen, die Energie ausstrahlen, anpacken und dabei mit sich und der Welt zufrieden sind.

Welche Botschaft haben Sie an Ihre Mitarbeiter?

Die Welt draußen ist verrückt genug. Lasst uns zusammenhalten und gute Ergebnisse erarbeiten. Dann machen wir das Rennen.

Ein Zufall spielt Ihnen 5.000 Euro zur freien Verfügung in die Hände. Wie setzen Sie diese ein?

Ich hebe Sie auf und würde sie nicht ausgeben, bis sich ein guter Einsatz dafür ergibt. Zum Beispiel meiner Familie eine Freude machen.

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?

Den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen jeglicher Art.

Was wollten Sie machen, als Sie 18 Jahre alt waren?

Mit 18 wollte ich meine Jugend auskosten, die Welt und das Leben kennenlernen. Ich hatte viele Träume, Ideen und Pläne.

Was raten Sie der Jugend?

Lies, Lerne, Lebe ... entwickle ein Stück Selbstdisziplin und erarbeite dein Glück. Nimm dich selbst dabei aber nicht zu wichtig. Entwickle dich ständig weiter und bleib' dir trotzdem treu.

Richard Tontsch ist gebürtiger Siebenbürger, der mit 16 Jahren nach Deutschland auswanderte und hier nach einer Ausbildung zum KFZ-Mechaniker über den zweiten Bildungsweg zum Datentechnischen Assistenten und zum Studium der Marketing-Kommunikation an der
Hochschule Pforzheim kam. Er begann seine Berufsbahn beim Automobilbauer Daimler, wo er zahlreiche Projekte für die gewerblichen Transporter leitete. Seit eineinhalb Jahren verantwortet er das Marketing für Motoman-Roboter bei Yaskawa.

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