Mitsubishi-Roboter-Manager Jan-Philipp Lierschs Begeisterung wurde auf der HMI geweckt:

„Das Studium lehrt die Regeln, das Leben die Ausnahmen“

Wer oder was hat ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Als Schüler habe ich mit einem Schulkameraden die Hannover Messe besucht - einfach aus Interesse. Die Roboter-Applikationen, die wir dort gesehen haben, waren so beeindruckend, dass mich mein späteres Studium dann auch dort wieder hingeführt hatte.

Von Karlsruhe rheinaufwärts nach Düsseldorf: Jan-Philipp Liersch, Produktmanager Roboter bei Mitsubishi Electric.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Präzision, Flexibilität und Geschwindigkeit – Robotersysteme sind heute schon so vielseitig einsetzbar, dass die Entwicklung ein spannendes und abwechslungsreiches Thema für die Zukunft ist. Ob von der rasant entwickelnden Computertechnik oder von neuen leistungsfähigen Servomotoren, die Robotik bedient sich an vielen Entwicklungen.

Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?
Diese Liste ist noch lang, nach gerade mal sieben Jahren im gewünschten Berufszweig kommen jeden Tag neue Ideen, die ich im Unternehmen umsetzen will. Privat steht auch noch einiges an: Bäumchen pflanzen, Familie gründen, Haus bauen, die Welt bereisen...

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind...
Respekt, Zuversicht und Offenheit.

...und drei, auf die Sie besonders gut verzichten könnten?
Gier, Unehrlichkeit und mangelnde Motivation.

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Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?
Mein Riesen-Fotobuch mit allen Bildern von klein auf, die CDs von Placebo passen zu jeder Stimmung im Auto und im Wohnzimmer, und als Film kann ich ja nur sagen "I, Robot".

Ein Bild, eine Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?
Günther Ueckers‘ "Duo", eine Prägung auf weißem Büttenpapier, die schlicht aber fesselnd ist.

Was lesen Sie derzeit?
"Womit ich nie gerechnet habe" von Götz Werner, nicht allein durch die früher verbundene regionale Nähe zum Firmengründer.

Was erwartet Sie nach Büroschluss?
Meist ein abwechslungsreiches Stadtleben mit viel Programm rund um Sport, Freizeit und Kultur.

Treiben Sie Sport - welchen?
Fechten, Rennrad fahren und Segeln, wobei letzteres nur in eine Richtung auf dem Rhein möglich ist, deswegen dann doch immer motorisiert.

Ihr Lebensmotto?
Das Studium lehrt die Regeln, das Leben die Ausnahmen.

Haben Sie ein Vorbild - oder vielleicht mehrere?
Menschen, die sich positiv einbringen, und meine Eltern.

Welche positive Ader kennzeichnet Sie?
Ein gesundes Maß an Optimismus und die Fähigkeit, Personen dadurch mitziehen zu können.

Und die negative Seite?
Alles optimieren zu wollen.

Ein Zufall spielt Ihnen 5.000 Euro zur freien Verfügung in die Hände. Wie setzen Sie diese ein?
Ich veranstalte eine Party mit möglichst vielen Freunden auf den glücklichen Zufall.

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
Gesellschaftlich sicher die Schnelllebigkeit und der wohl damit verbundene Verlust der Nachhaltigkeit, die beide leider auch im Markt immer wieder anzutreffen sind. Technisch gibt es wenig, was nicht unser tägliches Leben einfacher gemacht hat und deswegen änderungswürdig wäre.

Wie und wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
In einem japanischen Weltkonzern mit einer Vielzahl an Produkten und Entwicklungen, die unser tägliches Leben weiterhin verbessern.

bw

Jan-Philipp Liersch ist Produkt Manager für Roboter bei Mitsubishi Electric Europe B.V. in Ratingen. Im Mai 1981 in Karlsruhe geboren absolvierte er nach dem Abitur ein Mechatronik-Studium und betreute nach seiner Diplomarbeit bei Mitsubishi Electric als Projektingenieur europaweit Kunden. Mit einem Promotionsvorhaben ging er zwischenzeitlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Hochschule Heilbronn und kehrte 2011 als Produkt Manager Roboter zu Mitsubishi Electric zurück.

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