Personality

„Wichtig ist die Freude“

Gunther Schulz wollte schon immer selbst gestalten
Dicken Fisch am Haken: Rodriguez-Chef Gunther Schulz.


Wer oder was hat ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Bereits während meiner Lehre als Maschinenschlosser habe ich die Vertriebsmitarbeiter um ihren Job beneidet. Sie hatten viele internationale Kontakte und vor allem viel mit Menschen zu tun. Mir war schon damals klar, dass ich so etwas auch machen und nicht als Konstrukteur ¿am Brett¿ enden wollte. Mein Ding war es immer, Menschen von der Sache zu überzeugen.


Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Mich erstaunt es immer wieder, mit welcher Präzision wir heute im rotativen Bereich fertigen können. Da werden Genauigkeiten von ein bis drei Mikrometer erreicht. (Zum Vergleich: Alufolie ist zehn µm dick, ein Haar im Schnitt 70 µm).


Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?
In den nächsten drei bis maximal fünf Jahren möchte ich Rodriguez weiter ausbauen und das schon heute solide wirtschaftliche Fundament noch aufstocken, um für mein Nachfolgeteam eine gute wirtschaftliche Ausgangssituation zu schaffen.


Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind¿
Familie, Gesundheit, Loyalität.


¿und drei, auf die besonders gut verzichten könnten?
Heuchelei, Wichtigtuerei, Unaufrichtigkeit.

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Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?
Lieblingsbücher: Die Eifelromane von Jaques Berndorf. Zwei Lieblingsfilme: ¿Der Pate, Teil 1 und 2¿ und ¿Spiel mir das Lied vom Tod¿.


Ein Bild, eine Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?
Ein Bild, das mich richtig anspricht, ist ¿Die Beständigkeit der Erinnerung¿ von Salvador Dalí.


Welchen Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer oder Sportler würden Sie gern live erleben?
Zweimal live erlebt habe ich bereits Udo Jürgens. Es beeindruckt mich sehr, was er in seinem Alter noch hinlegt.


Treiben Sie Sport ¿ welchen?
Skifahren einmal im Jahr, ansonsten Radfahren und Angeln.


Ihr Lebensmotto?
Alles ist machbar, alles ist lösbar!


Haben Sie ein Vorbild oder vielleicht mehrere?
Geschäftlich: Edzard Reuter, politisch: Helmut Schmidt.


Ein Zufall spielt Ihnen 5.000 Euro zur freien Verfügung in die Hände. Wie setzen Sie diese ein?
Ich würde mir ein neues Rennrad kaufen.


Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
Sämtliche unnötigen Vorschriften und Regulierungen, die über den gesunden Menschenverstand hinausgehen. Für alles und jedes muss man einen Verantwortlichen benennen ¿ dieser Regulierungswahn macht Unternehmen das Leben schwer.


Was wollten Sie machen, als Sie 18 Jahre alt waren?
Immer schon selbstständig sein, die Dinge selbst gestalten.


Was raten Sie der Jugend?
Sie sollen auf jeden Fall eine Ausbildung nach Eignung und Neigung machen und nicht irgendetwas, nur weil man damit angeblich schnell reich werden kann. Wichtig ist die Freude an der Sache und dass man seine Talente einsetzen kann.


Wie und wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Ich hoffe, dass ich wenigstens zu 70 Prozent Rentner bin.

Ich wollte nicht am Brett enden...

Gunther Schulz, die Vita:

Geb. 1946

Sternzeichen Schütze

Als Flüchtlingskind ein Jahr später, also mit sieben Jahren, in die Schule gekommen

1962 Beginn der Lehre zum Maschinenschlosser

1965 bis 66 Bundeswehr

Maschinenbaustudium in Aachen

Danach Konstrukteur bei einem Aachener Hersteller von Kabelverseilmaschinen (ca. 10 Jahre)

Zwischendurch knapp zwei Jahre Konstrukteur bei einem Sonderfahrzeugbauer

1978 Einstieg im Ingenieurbüro Rodriguez als Vertriebsmitarbeiter (endlich im ersehnten Job angekommen)

1984 Geschäftsführer der in diesem Jahr gegründeten Rodriguez GmbH (im Alter von 37 Jahren)

Seit 2008 Eigentümer der Rodriguez GmbH

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