Zwei Servomotoren regeln

Synchronisieren ohne Rechnen

Sieb & Meyer hat bei seinem Antriebssystem SD2 eine Funktionserweiterung vorgenommen: Mit den Doppelachs-Varianten der Serie lassen sich jetzt zwei Servomotoren synchron im Drehzahlbetrieb ohne übergeordnete Steuerung regeln.

Das Antriebssystem SD2 von Sieb & Meyer ermöglicht nun auch eine Synchronisation von Servomotoren.

Die Synchronisation erfolgt dabei hochdynamisch direkt im Antrieb. Sie basiert auf Lageinformation der Motorgeber wie Resolver oder linearer Hallsensor. Da die Lösung auf der gemeinsamen Prozessorkarte umgesetzt ist, kommen keine Feldbussysteme zum Einsatz - entsprechend wird keine zusätzliche Rechenzeit benötigt. Relevante Latenzzeiten, die auch durch Zykluszeiten der Steuerung verursacht werden können, werden auf ein Minimum reduziert und somit Fehler im Synchronlauf vermieden.

Über einen externen Analogwert ist es möglich, dynamische Winkelverstellung zwischen den Synchronachsen im Betrieb vorzugeben und zu ändern. Um eventuelle mechanische Verschiebungen zu detektieren, lässt sich ein Fenster für den maximal zulässigen Synchronfehler definieren. Verlässt eine Achse dieses Fenster, werden die Achsen gestoppt.

"Relevant ist diese Funktion zum Beispiel bei Anwendungen wie Spindelpressen, Schraubsystemen oder auch Nähköpfen", so Torsten Blankenburg, Vorstand Technik. "Hier wird oftmals ein exakter Synchronlauf zweier drehender Servomotoren benötigt, da eine Realisierung mittels mechanisch gekoppelter Bewegungsachsen nicht möglich oder gewünscht ist." Der SD2 kann diese Anforderung nunmehr erfüllen.

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Die SD2-Baureihe ist als Multiachssystem konzipiert. Werden mehrere Achsen bewegt, so versorgt das zentrale Netzteilmodul PS2 die angeschlossenen SD2-Antriebsverstärker, wobei auch Bremsenergie rückgespeist wird. Gegenüber Geräten mit einzelnen Netzteilen ergibt sich eine deutliche Energieeinsparung. Diese Kombination ergibt ein kompaktes und kostenoptimiertes Antriebspaket. bw

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