Zuversicht vor der Automatica

Zukunftsmarkt Robotik und Automation

Die Robotik und Automation befindet sich derzeit in ausgezeichneter Verfassung. Für 2014 geht der VDMA von einem Zuwachs von sieben Prozent auf einen Branchenumsatz von 11,2 Milliarden Euro aus. Die deutschen Hersteller von Robotik und Automation, das heißt von Robotik, Integrated Assembly Solutions und Industrieller Bildverarbeitung, bieten Lösungen für zahlreiche Zukunftsfragen. Jeder neunte Roboter, der 2013 in der Welt installiert wurde, kam aus deutscher Produktion. Integrated Assembly Solutions sind in aller Welt gefragt, um Montageprozesse präzise, schnell und zuverlässig zu gestalten. In der Industriellen Bildverarbeitung steht Software zur automatischen Bildauswertung aus Deutschland an der technologischen Spitzenposition. Die deutschen Hersteller von Bildverarbeitungskameras konnten Ihren Umsatz zwischen 2009 und 2013 mehr als verdoppeln.

Vollautomatik liegt im Trend: Montagetechnik dieser Art zeigt die Automatica in München ab 3. Juni (Bild: VDMA)

 Die Exportquote stieg von 45 Prozent im Jahr 2008 auf 55 Prozent im Jahr 2013. In absoluten Werten erhöhte sich das Exportvolumen in diesem Zeitraum um 37 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Mit einer Verdreifachung des Umsatzes in der Zeit zwischen 2008 und 2013 gingen von China die stärksten Wachstumsimpulse aus. China ist seit 2010 der größte Auslandsmarkt für Robotik und Automation.

Anzeige

Der Erfolg der deutschen Industrie hängt unmittelbar mit dem Einsatz von Automation zusammen: 2012 kamen auf 10.000 Beschäftigte in Verarbeitenden Gewerbe 273 Roboter. Die Roboterdichte als Maß für den Automatisierungsgrad war damit mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich und mehr als vier Mal höher als im Vereinigten Königreich. Eine höhere Roboterdichte konnten nur Japan und Korea aufweisen.

Der chinesische Robotermarkt ist nicht nur der am schnellsten wachsende, sondern nach Analysen des Weltroboterverbandes IFR seit 2012 auch der größte der Welt. Bei einer geringen Roboterdichte von etwa 20 Robotern pro 10.000 Industriebeschäftigten ergibt sich ein enormes Wachstumspotenzial.

Die IFR prognostiziert für den Zeitraum von 2014 bis 2016 eine Zunahme der weltweiten Roboterlieferungen um jährlich fünf Prozent. Ende 2016 werden dann 1,7 Millionen Industrieroboter auf der Welt im Einsatz sein.

Besondere Chancen werden gegenwärtig der Servicerobotik zugetraut: Nach Analysen der IFR ist davon auszugehen, dass zwischen 2013 und 2016 weltweit mindestens 95.000 neue professionelle Serviceroboter mit einem Wert von ca. 12,3 Milliarden Euro verkauft werden. bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Meinung

Der Kampf um die Fachkräfte

Das Angebot an Mitarbeitern bleibt eng im Robotermarkt. Die stählernen Arbeitstiere boomen weltweit. Da reißen sich Roboterhersteller, Integratoren und Anwender um die rar gesäten, qualifizierten Jobsuchenden.

mehr...

Sicherheitszuhaltungen

Sicher verschlossen

Schmersal bietet eine neue Generation von Sicherheitszuhaltungen und -sensoren auf RFID-Basis an, die auch nichtsichere Informationen wie Statusdaten oder Fehlermeldungen weitergeben können. So können RFID-Sicherheitssensoren, die die Stellung von...

mehr...
Anzeige

Greifer

Ohne Ecken – aber mit Kanten

GMP Basisgreifer von Gimatic für medizintechnische Anwendungen. Die Medizintechnik wird in den nächsten Jahren aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und zunehmenden Globalisierung mehr und mehr automatisiert werden.

mehr...

Meinung

Roboter der Zukunft,

liebe Leserinnen und Leser, haben neue Sicherheitseinrichtungen in Hard- und Software, mehr Tragkraft, größere Reichweiten und entwickeln sich zu „Cobots“ – also mit dem Werker kollaborierende Maschinen.

mehr...