Zur Wies’n: Lauge statt Weißbier?

FLIR sichert Erdinger Weissbräu

Die Temperatur macht’s deutlich: In diesem Fass befindet sich Lauge anstelle von Bier.

Risikoanalysen und Simulation beim Erdinger Weissbräu zeigten, dass trotz aller Vorsicht der Fall denkbar war, dass Kunden ein Fass ausgeliefert wird, das statt mit Bier mit Lauge gefüllt ist.

Um derartige Unfälle zu verhindern, schreibt das Qualitätssicherungssystem der Lebensmittelbranche die Schaffung kritischer Kontrollpunkte vor. Trotzdem ist es in der Branche nicht unbekannt, dass solche Fälle vorkommen können. Daher entschied sich Erdinger Weissbräu dafür, ihren Reinigungs- und Abfüllprozess der Bierfässer vollkommen und lückenlos abzusichern. Eine Risikoanalyse zeigte die Notwendigkeit auf, einen zusätzlichen Kontrollpunkt aufzubauen, damit sich ein mit Lauge gefülltes Fass nicht durch die herkömmlichen Kontrollpunkte "schleicht".

Basierend auf der Tatsache, dass ein Fass mit Lauge eine erheblich höhere Temperatur aufweist als ein mit Bier gefülltes Fass, erwies sich die kontinuierliche Temperaturüberwachung als ein Lösungsansatz. Fehlerhaft gefüllte Fässer konnten so durch Temperaturmessung leicht identifiziert werden. Die kontaktlose Temperaturmessung mit Spot-Pyrometer funktionierte bei einer solchen Anwendung nicht ausreichend verlässlich. Daher fiel die Wahl auf eine Wärmebildkamera, die mit der richtigen Einstellung und Interpretation, nahezu fehlerfreie Messungen ermöglicht.

Seitdem misst eine FLIR-Wärmebildkamera der A-Serie für Automationsanwendungen die Temperatur eines jeden Fasses, bevor es das Transportband in der Abfüllhalle verlässt. Erkennt die Wärmekamera ein Fass mit abweichender Temperatur, wird ein Alarm ausgelöst, wobei das Transportband automatisch angehalten und das Fass manuell entnommen wird. Erdinger produziert seine Bierspezialitäten nur am Standort Erding, rund um die Uhr und an sechs Tagen in der Woche - bei gleichbleibendem, hohem Qualitätsanspruch.

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Das Überwachungssystem mit der Wärmebildkamera hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. "Es hat noch kein mit Lauge gefülltes Fass die Abfüllhalle verlassen!" Das System wird ständig überprüft, aber auch bei regelmäßigen Fehlersimulationen erwies sich die FLIR-A-Serie-Kamera als besonders zuverlässig - jede Abweichung wurde sofort erkannt und die entsprechende Alarmstufe ausgelöst. "Die Lösung mit der Wärmebildkamera hat sich bei uns etabliert", erläutert Erdinger Weissbräu.

Das Spitzenmodell der A-Serie ist die FLIR A615. Mit hohen Bildfrequenzen und hoher Auflösung liefert die preisgünstige, kompakte und leistungsstarke FLIR A615 präzise Thermografiedaten mit über 300.000 Pixeln. Die ungekühlte Infrarotkamera ist mit ihrer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln mit den Standards GenICam und GigE Vision voll kompatibel. Sie kann in moderne Netzwerke integriert werden und bietet Plug-and-Play-Funktionalität mit Software von führenden Machine Vision-Anbietern. bw

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