Mehr Umsatz mit Digitalisierungslösungen

Daten sind der entscheidende Rohstoff der Zukunft

Der Generalunternehmer Witron hat 2016 einen Umsatz in Höhe von 485 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 15,5 Prozent. Vor allem Vernetzung und Echtzeit-Logistiknetzwerke seien Zukunftsthemen, so das Unternehmen.

Geschäftsführer Helmut Prieschenk erläuterte, wie Witron den Weg in die Zukunft gestalten will. (Bild: Witron)

Wie das Unternehmen im Rahmen einer Pressekonferenz weiterhin bekannt gab, stieg die Mitarbeiterzahl im Lauf des Jahres 2016 auf über 2.800 Beschäftigte an. Allein in den vergangenen vier Jahren hat Witron 1.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Auch die Tochterfirma FAS FörderAnlagenService bleibt auf Wachstumskurs. Hier stieg der Umsatz um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Weg in die digitale Zukunft

Wie Witron den Weg in die Zukunft gestalten will, erläuterte Geschäftsführer Helmut Prieschenk. Die Welt werde immer vernetzter und in der Logistik sei dieser Trend besonders zu spüren. „Daten sind zweifelsohne der entscheidende Rohstoff der Zukunft“, so Prieschenk. Die Kunden bestellten aber nicht wegen der Schlagworte Digitalisierung oder Industrie 4.0, sondern weil sie einen Return-on-Invest (ROI) erreichen und wettbewerbsfähiger werden wollen – oder zum Beispiel die Verfügbarkeit von Systemen konsequent steigern möchten.

Um die physische Welt mit der digitalen verknüpfen zu können, müsse ein Paradigmenwechsel stattfinden – weg von einer linearen Supply Chain, hin zu Echtzeit-Logistiknetzwerken. Produktion, Lieferanten, Intralogistik, Transport und Konsumenten werden in diesem Netzwerk dank einer Vielzahl an Daten und Informationen immer mehr zu einem vernetzten Wirkungsgefüge. Ziel ist die übergreifende Optimierung des Wertschöpfungs-Netzwerks. Um dies zu schaffen sind zwei entscheidende Dinge notwendig: Die vertikale und horizontale Durchgängigkeit des „Ökosystems Intralogistik“ sowie die Integration der unterschiedlichen Netzwerk-Teilnehmer via Standard-Schnittstellen.

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Witron hat hierfür das so genannte Witron-4.0-Portal geschaffen – ein intelligentes Portal, welches die optimale Anbindung von Witron-Systemen an und in die Außenwelt sicherstellt. Neben dieser Integration der verschiedenen Ökosysteme realisierte Witron zwischenzeitlich einen Digitalen Zwilling, den „Witwin“. „Der Witwin ist die digitale Kopie eines physischen Logistikzentrums und kann somit für eine Vielzahl von Aktivitäten entlang der Projektlaufzeit also beispielsweise Planung, Implementierung und Tests sowie später für Operation und Instandhaltung effektiv genutzt werden“, erklärte Prieschenk.

Wachstum im Bereich Service

Ein sehr starkes Wachstum verzeichnet Witron im Bereich der Serviceleistungen. Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen 1.400 Mitarbeiter im Bereich Service und damit 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Service-Umsatz stieg um 30 Prozent auf rund 130 Millionen Euro an. „Wir bedienen derzeit rund 400 Service-Kunden“, erklärte Christian Dietl, Geschäftsführer Witron Service. Das Unternehmen bietet technische Services bis hin zum Full-Service Provider. In zehn Ländern betreibt das Unternehmen 40 Kundenstandorte mit lokalen On-Site-Teams, die direkt und dauerhaft in den Lägern der Kunden angesiedelt und in die Prozesse des Kunden integriert sind. So sind sowohl direkte Rückmeldungen vom Anwender zum Planer und Entwickler, als auch kürzeste Reaktionszeiten des Service sichergestellt.

Smarte Kommissionierung mit neuen Lösungen

Firmengründer Walter Winkler stellte die neuesten Entwicklungen vor. Die Lösung „All-in-one (AIO)“ vereint die Witron-Module „Order Picking System (OPS)“, „Dynamic Picking System (DPS) und „Order Consolidation Buffer (OCB)“ in einem integrierten System – und nutzt so alle Vorteile praxiserprobter Kommissioniersysteme für sämtliche Artikel und Vertriebswege (Filialbelieferung, E-Commerce, Omnichannel).

Das „Efficient Mobile Picking (EMP)“ wurde für die Logistikzentren des Lebensmitteleinzelhandels, des Online-Handels und des Teilevertriebs entwickelt und dient zur effizienten Kommissionierung verschiedener Handelseinheiten. Die Pickmobile „Wibot“ – autonome, schwarmintelligente Kommissionierfahrzeuge – unterstützen beziehungsweise führen den Kommissionierer während des Gesamtprozesses und bilden mit automatischer Paletteneinlagerung sowie -nachschub ein Gesamtsystem. Dadurch ist eine erheblich effizientere Auftrags-Kommissionierung möglich. Denn der Picker kann sich auf die Auftrags-Kommissionierung konzentrieren und direkt von Pick-Position zu Pick-Position gehen, ohne bei kurzen Wegen auf das Kommissionierfahrzeug auf- und absteigen zu müssen. Die Leistungssteigerung liegt im Bereich von rund 30 Prozent. as

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