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VDMA Ost: Die klugen Köpfe halten

Regelmäßiger Gedankenaustausch zwischen Wirtschaft und Politik beim VDMA Ost.

Im Rahmen der Zukunftskonferenz Maschinenbau 25. April in Leipzig wurden exklusiv die Ergebnisse der Studie "Wie werden wir morgen produzieren? Zentrale Trends und Antworten für den ostdeutschen Maschinenbau" vorgestellt. Mehr als 100 Teilnehmer informierten sich über Entwicklungstrends der kommenden zehn bis 15 Jahre und diskutierten Handlungsempfehlungen.

Untersucht wurde beispielsweise, mit welchen Wertschöpfungskonfigurationen, Geschäftsmodellen und Technologien wettbewerbsbestimmende Produkte am Markt platziert werden können, welche Auswirkungen die Fabrik der Zukunft auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften hat und wie politische Rahmenbedingungen, Netzwerke und Kooperationen künftig gestaltet werden müssen.

Die mit der Studie beauftragte TU Chemnitz sollte aufarbeiten, ob die gute Entwicklung der vergangenen Jahre zu einer stetigen Aufwärtsbewegung führt, welche Zukunftsfelder sowie Chancen sich herausbilden und welche grundlegenden Herausforderungen bewältigt werden müssen.

Der Studie zufolge gehören zu den relevanten Trends unter anderem die zunehmende Internationalisierung, die digitale Vernetzung, ein Wandel der Kundenanforderungen hin zu nutzenorientierten, kundenindividuellen Produkten, der Einsatz neuer Technologien und Materialien sowie spezielle regionale Entwicklungen. Die Veranstaltung legte den Schwerpunkt auf die für den ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau vorrangigen Themen Internationalisierung und Fachkräfte. Diese Aspekte wurden in einer Podiumsdiskussion und vertiefenden Fachforen erörtert.

Stefan Peikert, Geschäftsführer der Berliner Unternehmensberatungsgesellschaft AHP beobachtet schon seit längerem eine zunehmende Professionalisierung der Auslandsaktivitäten. In dem Zusammenhang sprachen sich alle Beteiligten für Kooperationen aus.

Insgesamt seien Politik und Wirtschaft gleichermaßen gefragt, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen, um kluge Köpfe in der Region zu halten. Dies belegte auch die Studie. Egon Müller, Leiter der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb am Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz, zufolge müsse zielgerichtet etwas getan werden, um den künftigen Bedarf decken zu können. Dazu zählten ein aktives Personalmanagement zur Akquise und frühzeitigen Bindung von qualifizierten Mitarbeitern, Qualifizierungsnetzwerke, attraktive Angebote für Nachwuchskräfte sowie Flexibilisierungsstrategien in der Arbeitsorganisation wie altersgerechte Arbeitsbedingungen oder situationsabhängige Arbeitszeitmodelle.

Gestartet als "Leipziger Dialog" im Jahr 2007 fand die Zukunftskonferenz Maschinenbau am 24. April 2013 bereits zum fünften Mal statt. Die Branchenkonferenz bietet einen Rahmen für einen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. bw

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