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VDI-Studie: Fit für das nächste Jahrzehnt

Christian Jacobi, Beiratsmitglied der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik: Partner vor Ort. (Bild: Agiplan)

Deutsche Unternehmen sind gerüstet für den internationalen Wettbewerb und ihre Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Forschung und Ressourceneffizienz, und werden auch im Jahr 2025 weltweit gefragt und Wachstumstreiber sein.

Zu diesem Ergebnis kommt die neue VDI-Studie "Produktion und Logistik in Deutschland 2025", bei der rund 800 Ingenieure befragt wurden. Bei den Zielmärkten für Produktion und Absatz wird Deutschland auch zukünftig eine große Rolle spielen. Von weiter zunehmendem Interesse ist vor allem China. Die Wahrnehmung von Russland und Osteuropa als attraktive Märkte ist unter den Befragten weniger ausgeprägt. Die Globalisierung der Produktion wird zukünftig noch deutlicher von steigenden Energie- und Transportkosten getrieben. Damit wird das Paradigma der primär lohnkostenorientierten Produktionsverlagerung von dem der lokalen absatzmarktorientierten Produktion abgelöst.

Deutsche Unternehmen werden sich laut Studie weiter für die Zugänglichkeit und den Austausch von Wissen öffnen. Das gilt besonders für die branchen- und länderübergreifende Kooperation mit den Partnern, den Forschungseinrichtungen und den Wettbewerbern. Vor dem Hintergrund dieser Globalisierung fordert Dr.-Ing. Christian Jacobi, Beiratsmitglied der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (VDIGPL) und einer der Initiatoren der Studie: "Unternehmen müssen Produzenten und Dienstleister für die Endfertigung vor Ort als ebenbürtige Partner, nicht als Billiglöhner, verstehen. Sie müssen nach Partnern auf Augenhöhe für langfristige Kooperationen suchen. Die hochwertige Qualität von Produkten und Technologien, für die sie geschätzt werden, darf nicht verloren gehen - auch bei einer Endfertigung im Ausland." Die Vermittlung von Wissen sowohl im akademischen Bereich als auch gegenüber den immer jünger werdenden Zielgruppen gewinnt an Bedeutung. So sieht die Studie die Information von Kindern und Jugendlichen als einen Hebel, um sie frühzeitig für technische Berufe zu begeistern und dem demografisch bedingten Fachkräfteengpass entgegenzuwirken.

Kritisch sieht die Studie die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technologien in Deutschland. Es bestehe die Gefahr, dass Deutschland den Anschluss verliere, sollten Schlüsseltechnologien zukünftig im Ausland entwickelt und dort zur Marktreife gebracht werden.

Die steigenden Anforderungen des Logistikmarkts bieten dem "Logistik-Weltmeister" Deutschland vielfältige Wachstumsmöglichkeiten, auch weil die Digitalisierung des Konsums den Handel und die Distribution weiter revolutioniere. Die Bündelung von Warenströmen, Intermodalität und umweltfreundlicheren Transportmitteln müssen 2025 zum Alltag gehören. bw

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