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Turck: Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte

Geschäftsjahr 2017Turck: Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte

Erfolgreiches Geschäftsjahr für Turck: Der Automatisierungsspezialist rechnet mit einer Umsatzsteigerung von 15 Prozent, der Gruppenumsatz dürfte laut Geschäftsführung die 600-Millionen-Euro-Marke knacken. Das Unternehmen hat außerdem den finnischen RFID-Turnkey-Lösungspartner Vilant Systems übernommen. Anfang 2018 wird Ulrich Turck in den Ruhestand gehen, Nachfolger wird Christian Pauli.

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Turck-Christian-Wolf

 „Wir alle merken, dass die Automatisierungstechnik in Goldgräberstimmung ist“, freute sich Christian Wolf, Geschäftsführer von Turck, anlässlich der Jahrespressekonferenz in der Unternehmenszentrale in Mülheim an der Ruhr. Der Automatisierungsspezialist prognostiziert für das Geschäftsjahr 2017 eine Umsatzsteigerung von rund 15 Prozent. Der konsolidierte Gruppenumsatz dürfte den Erwartungen zufolge zum Jahresende die Marke von 600 Millionen Euro übertreffen. 2017 sei das erfolgreichste und beste Jahr der Unternehmensgeschichte, sagte Wolf, „und das in so ziemlich jeder Kennzahl, die man sich vorstellen kann, in der Betriebswirtschaft“.

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Das erfolgreiche Jahr hat sich auch auf die Mitarbeiterzahlen ausgewirkt. Die Zahl der Mitarbeiter an allen Turck-Standorten weltweit ist von 4.200 auf 4.500 gestiegen. An den vier deutschen Standorten in Mülheim an der Ruhr, Halver, Beierfeld und Detmold beschäftigt Turck in etwa 2.050 Mitarbeiter. Jedoch: „Wir haben immer noch das Fach- und Führungskräfteproblem“, gab Wolf zu bedenken. Der Fachkräftemangel sei prespektivisch „ein Stück weit ein Wachstumsbremser.“

Die Geschäftsentwicklung in Deutschland sei „solide“, so Wolf, und hob die Entwicklung in den USA hervor, wo fast 40 Prozent des Umsatz gemacht werden: „In fast allen Regionen werden wir zweistellig wachsen. Einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg hat in diesem Jahr unsere US-amerikanische Landesgesellschaft, die – von einem hohen Umsatzniveau ausgehend – ein Wachstum von 22 Prozent auf etwa 275 Millionen US-Dollar erzielen wird.“ Mit einem vergleichbaren Ergebnis rechnet das Unternehmen auch in Südostasien und Australien. Besonders hervorzuheben sei China, in dieser Region könne man ein Rekordwachstum von derzeit 33 Prozent vermelden. Das extreme Wachstum in Nordamerika und China komme dabei aus dem Automobilbereich.

Vilant – Turcks „erste echte Akquisition“

Mit seiner Unternehmensstrategie 2020 baut Turck weiter auf regionale Nähe und weltweite Lösungskompetenz. Zum 1. Oktober wurde die Übernahme der ehemaligen kanadischen Vertretung in eine weitere 100-Prozent-Landesgesellschaft in die Turck-Gruppe abgeschlossen. Verstärkte Lösungskompetenz im Software-, System- und Dienstleistungsgeschäft, das im Hinblick auf Industrie 4.0 von großer strategischer Bedeutung ist, verspricht sich Turck von der Übernahme seines finnischen RFID-Turnkey-Lösungspartners Vilant Systems. Das Unternehmen firmiert ab Januar 2018 unter dem Namen Turck Vilant Systems.

Turck-Vilant

„Vilant ist unsere erste echte Akquisition als Unternehmen“, erklärte Wolf. „Unsere Kunden benötigen nicht nur exzellente Hardwareprodukte, sondern immer mehr komplette Systemlösungen wie Software, Integration und Wartung, vor allem im RFID-Geschäft.“. Mit den Spezialisten von Vilant könne Turck diese Anforderungen nun besser erfüllen und die Kunden auf dem Weg zu Industrie 4.0 unterstützen. „Wir freuen uns sehr, das komplette Vilant-Team mit rund 50 Mitarbeitern an Bord zu begrüßen.“ Die Gründungspartner Ville Kauppinen und Antti Virkkunen (daher Vil-Ant) bleiben Aktionäre und Geschäftsführer der neuen Firma Turck Vilant Systems.

Vilant hat mit seinen vier Tochtergesellschaften in den 15 Jahren seines Bestehens über 1000 RFID-Systeminstallationen in 35 Ländern realisiert und ist damit ein großer Player im industriellen RFID-Systemgeschäft. „Wir waren schon immer auf internationales Wachstum ausgerichtet“, sagt Ville Kauppinen. „In der Turck-Gruppe können wir unser RFID-System-Implementierungsgeschäft wie gewohnt fortsetzen und die weltweite Vertriebsorganisation von Turck sowie das Hardware-Produktportfolio für weiteres internationales Wachstum nutzen.“

Ulrich Turck geht in den Ruhestand

Nach Vollendung seines 67. Lebensjahrs wird sich Ulrich Turck zum 1. März 2018 aus der Geschäftsführung der Hans Turck GmbH zurückziehen. Zum gleichen Zeitpunkt wird Christian Pauli, bislang Mitglied der Geschäftsleitung Finanzen, vom Beirat der Turck Holding als weiterer Geschäftsführer neben Christian Wolf berufen. Gemeinsam mit Guido Frohnhaus, Geschäftsführer der Werner Turck GmbH, bilden Wolf und Pauli auch die Geschäftsführung der Turck Holding. Im Zuge der Nachfolgeregelung werden die Verantwortlichkeiten in der Holding auf die drei Geschäftsführer umgelegt: Frohnhaus ist für die Bereiche Fertigung und Entwicklung zuständig, Wolf verantwortet Vertrieb und Marketing und Pauli Finanzen, Personal und IT. „Es wird für Turck das erste Mal sein, dass kein Familienmitglied in der Geschäftsführung ist“, bemerkte Christian Wolf.

Turck-Ulrich-Turck

Für 2018 kündigte Wolf unter anderem große Investitionsprojekte an den Produktionsstandorten in Mexiko und China an. In Osteuropa will Turck zudem eine neue Fertigung für die Anschlusstechniklösungen etablieren, um damit den europäischen Markt zu bedienen. Insgesamt rechnet der Automatisierungsspezialist mit einem Wachstum von mehr als sieben Prozent auf globaler Ebene. as

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