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Studie: Europalettentausch ist ineffizient

Der Transport von Waren mithilfe des Europaletten-Tauschsystems ist viel teurer als von den meisten Unternehmen kalkuliert. Dies ist das Ergebnis der Studie einer führenden international tätigen Unternehmensberatung im Auftrag von CHEP, dem weltweiten Marktführer im Pooling von Paletten und Behältern. Bei der Untersuchung kam heraus, dass jede Bewegung einer Europalette im Tauschverfahren mit Kosten zwischen drei und vier Euro pro Lieferung zu Buche schlägt, in einigen Fällen belaufen sich die Kosten sogar auf jeweils fünf Euro. Diese Kosten, die bislang nie beziffert wurden, überraschen Joachim R. Daduna, Professor für Vertriebslogistik an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, keineswegs: "Solche versteckten Kosten sind typisch für jede Lieferkette, in der Paletten oder Behälter aus einem offenen Tauschpool zum Einsatz kommen. Diese Tauschsysteme führen in den meisten Fällen nicht nur zu wirtschaftlichen, sondern auch zu ökologischen Problemen." Die Analyse basiert auf über 50 Interviews und Einzelfallstudien mit Herstellern, Spediteuren und Logistik Service Providern (LSP). "Ziel der Studie war es, die tatsächlichen Kosten des Europaletten-Tauschsystems in Deutschland aufzudecken, und zu ermitteln, wie diese Kosten unter den Teilnehmern einer Supply Chain verteilt sind", erklärt Martin Nether, Director LSP von CHEP Deutschland. Der deutsche Markt der 1.200 mal 800 Millimeter-Palette wurde bisher vom Europaletten-Tausch beherrscht, der zahlreiche intransparente Kostenfaktoren enthält. Diese treffen insbesondere die Transporteure, die die Waren von den Herstellern an die Händler liefern. Denn sie müssen dafür Sorge tragen, dass sie für die gelieferten Paletten die gleiche Anzahl leerer Paletten zurückerhalten. Und das kostet Zeit, da die Spediteure außerdem prüfen müssen, ob die erhaltenen Paletten von ausreichender Qualität sind. Anschließend müssen die Transportunternehmer die leeren Paletten bei einem Palettenhändler abliefern; erst dann können sie ihre nächste Warenladung aufnehmen. Dieser Ablauf ist nicht nur äußerst ineffizient, sondern belastet außerdem unnötig die Umwelt, da viele LKW nur teilweise beladen umherfahren.

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