Rover - zehn Jahre auf dem Mars

Bilder, bürsten, bohren

Vor zehn Jahren landeten die Nasa-Rover Opportunity und Spirit auf dem Mars. Opportunity dreht dort noch heute seine Runden. Eine unglaublich lange Zeit, denn der Roboter war eigentlich nur für eine Betriebszeit von rund 90 Tagen ausgelegt. Mit an Bord sind 39 Maxon-Motoren.

Am 25. Januar 2004 landete der Mars-Rover Opportunity im Eagle-Krater und erkundet seitdem im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Planeten. Er untersuchte mehrere Krater, Dünen und Ebenen, immer auf der Suche nach Spuren von Wasser. Und es dauerte nicht lange bis Opportunity erste Hinweise (Sedimentstrukturen, Mineralien) fand, dass es früher auf dem Mars Wasser gegeben haben könnte.

Der Mars-Rover kann unter anderem Fotos machen, den Boden abbürsten und Steine anbohren. Und das macht er auch heute noch. "Für sein Alter ist er in wirklich bemerkenswertem Zustand", sagte John Callas, Manager der Nasa. Allerdings hatte es der Rover in den vergangenen zehn Jahren auch nicht immer ganz einfach. So blieb er zum Beispiel auch schon mit den Rädern im Sand stecken und konnte sich nur mit Hilfe eines aufwändigen Manövers wieder befreien. Sandstürme legten seine Solarpaneele lahm, so dass die Akkus nicht mehr richtig aufladen konnten. Mittlerweile zeigt Opportunity ein paar kleine Alterserscheinungen: so hat der 185 Kilogramm schwere Rover ein wenig "Gedächtnisschwund" - denn seine Festplatte zeigt hin und wieder ein paar Verschleißerscheinungen durch die lange Benutzung.

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Seit zehn Jahren ist Opportunity auf dem Mars unterwegs. (Fotos: Maxon)

Antriebe von Maxon sorgen dafür, dass sich Opportunity seit zehn Jahren über den Marsboden bewegt. Im Rover sind insgesamt 39 DC-Motoren verbaut, die immer noch ihren Dienst verrichten. Eingesetzt werden sie für den Antrieb des Roboterarms ¿ der Rover hat inzwischen 39 Kilometer zurückgelegt, für den Gesteinsbohrer, für die Kameras, für den Steuerungsmechanismus sowie für die Räder des Rovers.

Bei den Motoren handelt es sich um Standardprodukte mit einem Durchmesser von 20 und 25 Millimetern, die einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent erbringen. Durch geringe Modifikationen wurden die DC-Motoren an die harten Umweltbedingungen angepasst, denn auf der Marsoberfläche herrschen Temperaturschwankungen von circa minus 120 bis plus 25 Grad Celsius.

Sein baugleicher Rover-Kollege namens Spirit funkte 2010 die letzten Signale zur Erde, nachdem er im Sand stecken blieb und alle Versuche zur Befreiung missglückten. Ganz allein muss Opportunity sein Jubiläum jedoch nicht feiern, denn es gibt immer noch seinen großen Bruder Curiosity, der seit über einem Jahr den Mars erforscht. Derzeit befindet sich Opportunity in seinem Winterquartier am Rande des Endeavour-Kraters. Nachdem die Batterien wieder aufgeladen sind, soll seine Expedition weitergehen. bw

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