Remmert baut Brückenlager:

Veyhl spart Platz und noch mehr Zeit

Steigende Auftragszahlen, sinkende Losgrößen und eine hohe Fertigungstiefe - um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es optimal aufeinander abgestimmter Prozessabläufe. Hinter jedem erfolgreichen Fertigungsbetrieb steht daher zwangsläufig ein leistungsstarkes Lagersystem. So auch bei der Veyhl. Um schneller, flexibler und effizienter fertigen zu können, integrierte das Unternehmen ein Brückenlager von Friedrich Remmert. Mit Erfolg: Die Lagerfläche wurde um 65 Prozent reduziert, die Zugriffszeiten auf das Material um 70 Prozent verkürzt und die Maschinenauslastung um 30 Prozent gesteigert.

Brückenlager für den Büromöbelhersteller Veyhl: Ansicht Brückenlager.

Veyhl aus Neuweiler im Schwarzwald hat sich auf die Herstellung von hochmodernen Büromöbeln spezialisiert. In seinem Langgutbereich lagert Veyhl große Mengen unterschiedlicher Profile aus Aluminium, Edelstahl und Baustahl. Bisher wurden diese teilweise getrennt von den Bearbeitungsmaschinen in zwei Hallen am Boden und in Stahlregalen bevorratet. Werkstoffe mussten oft erst gesucht und umgelagert werden, bevor sie an den Maschinen bereitgestellt werden konnten.

Der Büromöbelhersteller sah vor, eine neue Halle für die Langgutlagerung und -fertigung zu errichten. Außerdem plante das Unternehmen, ein Automatiklager zu integrieren, um das Materialhandling zu vereinfachen und die Produktivität seiner Maschinen zu steigern.

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Das integrierte Brückenlager entspricht den individuellen Anforderungen des Büromöbelherstellers. Durch kompakte Bauweise ermöglicht es eine effiziente Verbindung von Lagerung und Produktion auf kleinstem Raum. Auf gerade einmal 418 Quadratmetern Lagergrundfläche kann Veyhl bis zu 1000 Tonnen Stahl und Aluminium bevorraten. Der Fertigungsbetrieb reduziert seine Lagerfläche damit um rund 65 Prozent im Vergleich zu früher. Insgesamt erstreckt sich das Lager über 18 Gassen und verfügt über 343 Lagerplätze à 3 Tonnen Traglast. Es gibt sechs Stationen - eine Einlagerungs- sowie fünf Auslagerungsstationen. Neues Material wird in einer Anlieferungszone neben der "Brücke" abgeladen und über die Einlagerungsstation nach dem chaotischen Prinzip in dem System einsortiert. Die Lagerverwaltung realisiert die Logistiksoftware PRO WMS Enterprise von Remmert.

Darüber hinaus sieht das Konzept den direkten Anschluss der Bearbeitungsmaschinen an das Lager vor. Insgesamt gruppieren sich vier Trumpf-Rohrlaseranlagen sowie zwei Kaltenbach-Sägen um das Brückenlager. Sobald ein Fertigungsauftrag gestartet wird, fordern die Maschinenbediener über das Remmert-Terminal das Material aus der "Brücke" an. Dank der an die Microsoft angelehnten Benutzeroberfläche erfolgt die Bedienung des Terminals sowohl selbsterklärend als auch intuitiv. Das Regalbediengerät (RBG) befördert die angeforderte Kassette zu der entsprechenden Station. Durch die vollautomatische Bevorratung und die leistungsstarke Fördertechnik verkürzen sich die Zugriffszeiten auf das Material um 70 Prozent. Um den Fertigungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, werden die vier Laser jeweils über eine Station versorgt. Die Kassetten fahren direkt bis neben die Maschinenmagazine. bw

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