Ost-Maschinenbauer im Dialog

Praxis trifft Ausbildung

Der Ingenieuranteil in den Unternehmen des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus liegt bei knapp 30 Prozent. Maßgeblich für den unternehmerischen Erfolg sind daher unter anderem qualifizierte Fachkräfte und damit eine exzellente Hochschulausbildung. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die allgemeine demografische Entwicklung, die sich zusehends ändernden Altersstrukturen in den Unternehmen und die nach wie vor bestehende Abwanderung junger Menschen aus Ostdeutschland. Der VDMA Ost intensiviert deshalb den Dialog mit den Akteuren, welche die Rahmenbedingungen der akademischen Ausbildung in den Neuen Bundesländern mitgestalten.

Bildungspolitischer Dialog in Ostdeutschland: Maschinenbauer treffen auf akademische Ausbilder.

Anfang November veranstaltete der VDMA Ost bei der FKT Formenbau und Kunststofftechnik GmbH, Triptis, zum ersten Mal ein bildungspolitisches Gespräch mit Teilnehmern aus allen sechs ostdeutschen Bundesländern. Vertreter des Verbandes und der Industrie diskutierten mit den für die Hochschulplanung und -steuerung zuständigen leitenden Mitarbeitern aus den Wissenschaftsministerien von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über Gestaltungsfelder und Maßnahmen zur Erhöhung des Studienerfolgs im Bereich der Ingenieurwissenschaften, die Herausforderungen in der Hochschulplanung und die VDMA-Initiative "Maschinenhaus - Campus für Ingenieure".

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In Ostdeutschland studieren im Vergleich zur Bevölkerungsanzahl in Gesamtdeutschland überproportional viele angehende Ingenieure. "Dies müssen wir nutzen", sagte Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Er forderte einen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. "Wichtig ist, die Rahmenbedingungen für einen guten Studienabschluss in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und der Politik zu verbessern und die jungen Menschen anschließend in der Region zu halten."

Diese Notwendigkeit unterstrich auch Udo Staps, Geschäftsführer von FKT. "Der Anteil an Ingenieuren und technischen Mitarbeitern in unserem Unternehmen beträgt fast ein Drittel. In den kommenden zehn Jahren werden davon etwa knapp ein Viertel altersbedingt ausscheiden." Um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein, ist FKT auf junge, motivierte Fachkräfte angewiesen. "Ich begrüße die Initiative des VDMA. So lernt die Politik unsere Interessen und Sorgen kennen. Im Gegenzug erfahren wir Unternehmer mehr über die Hintergründe von Entscheidungen in den Ministerien", so Staps. bw

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