Nexel-Netzwerk

Vernetzung mit Zulieferern steigert die Effizienz

Der Maschinen- und Anlagebau besteht zunehmend aus schlanken, auf ihre Kernkompetenzen hin orientierten Unternehmen. Dabei ist es erforderlich, sich zunehmend externes Know-how aufzubauen und dafür das bisherige Lieferanten-Kundenverhältnis auszuweiten und das gesamte Know-how zu bündeln. Daher initiierte eine Gruppe von Maschinen- und Anlagenherstellern das „Nexel – Netzwerk exzellenter Lieferanten“. Betreut und gemanagt wird es von Qesar aus Bensheim.

Faltstern einer Bechermaschine. (Bild: Michael Hörauf Maschinenfabrik)

„Unsere Aufgabe besteht darin, die Best-Practice-Kooperation zwischen den Partnern und ihren Zulieferern mit möglichst großen Vorteilen für alle Beteiligten zu organisieren“, sagt Jochen Latz, Geschäftsführer von Qesar. Impulsgeber sind insgesamt 26 Unternehmen des Maschinen- und Anlagebaus aus Deutschland mit zusammen mehr als 12.000 Mitarbeitern, die pro Jahr 4.150 Maschinen herstellen. Das Beschaffungsvolumen dieser Unternehmen beträgt rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Kooperationspartner dieses Lieferantennetzwerks sind darüber hinaus etwa 130 Zulieferer, die als bevorzugte Lieferanten geführt werden.

Im gesamten Netzwerk werden gemeinsame Projekte zwischen Maschinen- und Anlagebauern und deren Zulieferern aufgegleist. Diese betreffen unterschiedliche Bereiche wie Konstruktion, Produktion, Marketing, Service, Administration oder auch Management, um unter dem Motto „Gewinn durch Kommunikation“ einen systematischen Know-how-Transfer zwischen allen Beteiligten herzustellen.

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Teilnehmer des Nexel-Symposiums im Automuseum Langenburg. (Bild: Klaus Vollrath)

Aufgabe von Qesar ist es, das Netzwerk auszubauen und alle teilnehmenden Partner zu betreuen. Strategisches Ziel ist hierbei ein Gesamtbestand von 250 bis 300 Lieferanten. Im Rahmen dieses Netzwerkes ist das Nexel-Symposium, das bisher erstmalig im September 2017 im Deutschen Automuseum in Langenburg stattfand, die zentrale Veranstaltung für die Kommunikation untereinander. Hier präsentierten ausgewiesene Fachleute Themen von übergeordnetem Interesse wie „IT-Bedrohungen in Industrieanlagen“, das Konzept der „schaltschranklosen Verpackungsmaschine“, die strategischen Zielsetzungen Chinas und hiermit verknüpfte Chancen für den deutschen Maschinenbau sowie das Thema „Robotik und Maschinenbau“. Als zusätzliche Förderungsmaßnahme bietet das Symposium auch viel Zeit und Gelegenheit für ausgiebiges Netzwerken der Teilnehmer untereinander.

Vernetzung auf vielen Ebenen

„Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und setzen auf unterschiedlichsten Ebenen an, um die Ergebnisse unserer Kooperationspartner sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern“, ergänzt Matthias Schäfer. Quantitativ erfolgt dies über die Strukturierung und Bündelung von Volumina und die Unterstützung des Beschaffungsmarketings zwischen Maschinenbauern und Zulieferern.

Qualitativ arbeitet man auf die strategische Weiterqualifikation aller Beteiligten hin, und zwar durch proaktives Erkennen von wichtigen Trends sowie die rechtzeitige Reaktion hierauf. Auf Vorschläge aus dem Netzwerk heraus werden Themen von übergreifendem Interesse aufgenommen, in Form von Projekten von den Maschinen- und Anlagenbauern und ihren Zulieferern gemeinsam behandelt und die Ergebnisse interessierten Partnern zur Verfügung gestellt. Klaus Vollrath/as

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