Neue Säge aus der „mechanischen Werkstatt“

Kasto: Bandsägen zum Geburtstag

Mit der neuen Sägebaureihe Kastowin präsentiert Kasto Maschinenbau einen echten Alleskönner. Die vollautomatischen Bandsägen überzeugen durch ein breites Anwendungsspektrum von Maschinen- und Werkzeugbau über Stahlhandel und Automotive bis zur Luft- und Raumfahrttechnik. Die Baureihe Kastowin besteht aus fünf Bandsägevollautomaten, die einen Schnittbereich von 330 bis 1.060 Millimeter abdecken. Die Maschinen eignen sich zudem universell für den Einsatz bei verschiedenen Stählen. Damit ist diese Baureihe eine flexible Lösung für zahlreiche Anwendungsfälle. Die verschiedenen Größen sind alle nach derselben Bauweise konstruiert, die verwendeten Bauteile sind weitgehend identisch - dadurch kann der Hersteller die neuen Sägen günstiger anbieten als vergleichbare Produkte.

So war das damals: Das Familienunternehmen aus dem badischen Achern-Gamshurst kann auf eine Erfolgsgeschichte und eine bemerkenswerte Entwicklung zurückblicken – vom Ein-Mann-Betrieb zum international aktiven Weltmarktführer für Metallsägemaschinen sowie automatische Langgut- und Blechlagersysteme. 1844 gründete der Zimmermann Karl Stolzer das Unternehmen in Achern als „mechanische Werkstatt“. Stolzer beschäftigte sich zunächst mit der Herstellung von Maschinen in Holzbauweise und mit eisenbeschlagenen Teilen. Die Firma stellte unter anderem Wasserräder, Webstühle, Papier- und Müllereimaschinen her. Mit dem Bau von Sägemühlen und später von Sägewerken legte Karl Stolzer den Grundstein für den weltweiten Erfolg des Unternehmens. Mit dem Tod Karl Stolzers im Jahr 1891 übernahm sein Sohn Carl die Leitung der Firma. Carl Stolzer besuchte die ersten Jahrgänge der noch jungen Maschinenbauschule Esslingen und fertigte in seinem Unternehmen Walzenvollgatter zum Sägen von Holz. Auf ihn folgten seine Söhne Karl und Friedrich Stolzer, die die Geschäftsbereiche der Firma untereinander aufteilten. Friedrich Stolzer leitete von da an die Produktion der Walzenvollgatter und Sägemaschinen. 1941 starb Friedrich Stolzer, woraufhin seine Frau Anna den Betrieb leitete, bis die Ausbildungszeit der gemeinsamen Söhne Friedrich und Paul beendet war. Mit dem Eintritt der beiden Brüder in das Unternehmen erfolgte die Neuausrichtung in den Geschäftsbereich Metallsägen. Mit der Erfindung der Bügelsägemaschine im Jahr 1947 machte Kasto den entscheidenden Schritt hin zum modernen Werkzeugmaschinen-Hersteller. 1952 stellte das Unternehmen seine Innovation zum ersten Mal auf der Hannover Messe vor. In den 1960er Jahren ergänzten Kreissägemaschinen das Bügelsägenprogramm. Mit dem Einstieg in die Serien- und Massenschnittproduktion erkannte Kasto auch die Notwendigkeit, die Langgutlagerung und das Materialhandling zu mechanisieren. Anfang der 70er Jahre präsentierte das Unternehmen dann das erste vollautomatische Langgutlager. Kombinierte Lager- und Sägezentren kamen dann ab 1980.

"Unser Ziel war es, eine Allround-Lösung zu entwickeln, mit der wir einen Großteil der üblichen Anforderungen unserer Kunden erfüllen können. Denn viele Unternehmen wollen keine teuren Spezialanfertigungen, sondern eine günstige und wirtschaftliche Standardlösung", erklärt Hilmar Gehrmann, Produktverantwortlicher für die Kastowin. Der hohe Anteil an Gleichteilen innerhalb der Baureihe senkt die Kosten für den Materialeinkauf, den Fertigungsaufwand ebenso wie den Montageaufwand in einer modernen Taktmontage. Dass die Qualität dabei nicht auf der Strecke bleibt, zeigt ein Blick auf die technischen Details: Sämtliche Bandsägen dieser Reihe verfügen über einen frequenzgeregelten Antrieb, der Schnittgeschwindigkeiten von zwölf bis 150 Meter pro Minute ermöglicht. Das Sägeband wird dabei bei allen Maschinengrößen hydraulisch gespannt und über hydraulische Bandführungen umgelenkt. Dabei legten die Kasto-Ingenieure besonderen Wert darauf, dass sowohl das Hydraulikaggregat als auch die Antriebe auf hohe Energieeffizienz getrimmt wurden.

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Kugelrollspindelantriebe sorgen für kontrollierte Schnitt- und Material-Vorschubbewegungen. Kastorespond ist dabei ein neues System, dass die Sägerahmen-Vorschubbewegung über die Kugelrollspindel sensibilisiert. Die Zugkräfte am Werkzeug werden über eine neu entwickelte Software in entsprechend angepasste Vorschub Bewegungen umgewandelt.

Ein Schneckenförderer entsorgt Späne sicher und sauber. Die Materialspannstöcke mit Freihubeinrichtung gewährleisten einen prozesssicheren Automatikbetrieb. Die Reststücklänge beträgt dabei lediglich 35 Millimeter, die kleinstmögliche Abschnittlänge zehn Millimeter. Für eine einfache und intuitive Bedienung sind die Kastoein-Sägen mit der innovativen Touchscreen-Steuerung Smartcontrol ausgestattet. Diese überwacht und regelt sämtliche relevanten Säge- und Auftragsparameter.

Entsprechend der heutigen Sicherheitsanforderungen wurde die Maschine voll verkleidet. Durch pfiffige Lösungen in Hydraulik und bei den Blechverkleidungen ist jedoch für den Bediener eine gute Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit im Einricht- und Einzelschnittbetrieb gegeben. Jede Säge ist mit zwei verschiedenen Bandbreiten verfügbar. Darüber hinaus bietet der Hersteller ein umfangreiches Zubehörsortiment für die Maschinen an. Dazu gehören etwa verschiedene Späneförderer, eine hydraulische Lagenspanneinrichtung, ein Laser zur Schnittlinienprojektion oder ein automatischer Nullmaßstart. Für besondere Anforderungen liefert Kasto die Sägen mit einem Performance-Paket mit doppelter Späneräumbürste und höherer Antriebsleistung. Auch ein Sicherheitspaket mit integrierter Überwachung des Schnittverlaufs, des Kühlwasserflusses und der Schnittgeschwindigkeit ist auf Wunsch erhältlich. Bei extremen Einsatztemperaturen können diese Sägen auch mit einem Heizungs- oder Kühlungspaket ausgestattet werden. pb

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