Logimat 2014: Zehn Prozent mehr Besucher

Es war die Intralogistik-Messe für Zentraleuropa

Stabile Ausstellerzahlen, ein leichtes Plus bei der belegten Ausstellungsfläche und ein wahrer Besucheransturm mit mehr als zehn Prozent Zuwachs - die hohe internationale Akzeptanz als Trendbarometer der Intralogistik-Branche bescherte der diesjährigen Logimat einen erfolgreichen Messeverlauf. Die Anbindung des Handelsforums Trade World wurde von Ausstellern und Fachpublikum positiv aufgenommen und soll im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden. 2015 wird zudem die Ausstellungsfläche um mindestens eine zusätzliche Halle auf dem Stuttgarter Messegelände erweitert.

Insgesamt kamen 32.800 Fachbesucher

Thema der Logimat ist der innerbetriebliche Materialfluss. Hierzu sind auch Robotiklösungen mit Spezialgreifern im Einsatz, hier ein Flächengreifer von Schmalz. (Alle Fotos: Born)

"Das Ergebnis übertrifft deutlich das von der Bundesregierung für dieses Jahr prognostizierte Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent und hat angesichts des enormen Besucherplus unsere Erwartungen mehr als erfüllt", resümiert Messeleiter Peter Kazander. Unter dem Messemotto "Intelligent vernetzen - Komplexität beherrschen" präsentierten in diesem Jahr 1.004 Aussteller auf fast 75.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihr Produkt- und Leistungsspektrum für effiziente Intralogistik - darunter zahlreiche Weltneuheiten. Insgesamt kamen an den drei Messetagen 32.800 Fachbesucher (plus 11,3 Prozent) auf das Stuttgarter Messegelände. "Besonders erfreut hat uns die auch in diesem Jahr weiter gewachsene Internationalisierung der Logimat", so der Messechef.

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Mit 182 Unternehmen (18,1 Prozent) kam nahezu jeder fünfte Aussteller aus dem Ausland. Insgesamt waren 26 Nationen auf dem Stuttgarter Messegelände präsent. Am stärksten vertreten: die Niederlande (35 Aussteller), die Schweiz (32) und Italien (28). Neun der ausstellenden Unternehmen sind in Übersee ansässig. "Die Logimat hat inzwischen auch international das Renommée der Intralogistik-Messe für Zentraleuropa", urteilt Kazander.

Trend zur kontinuierlichen Internationalisierung

Noch deutlicher zeichnet sich der Trend zur kontinuierlichen Internationalisierung der Logimat bei den Besucherzahlen ab. Den aktuellen Erhebungen des unabhängigen Baseler Marktforschungsinstitutes Wissler & Partner zufolge, reisten 87,2 Prozent der Fachbesucher aus Deutschland an. 35,5 Prozent der Messegäste hatten eine Anreise von mehr als 300 Kilometer. 4.200 internationale Gäste informierten sich auf der Logimat. Von ihnen kamen 66,2 Prozent aus EU-Staaten, 18,2 Prozent aus dem übrigen Europa und 15,6 Prozent aus Ländern jenseits des Kontinents. Eine Quote von rund zwei Dritteln der Besucher gilt als Allein- oder Mitentscheider.

"Diese Zahlen insgesamt verdeutlichen einerseits, dass die Logimat für den Mittelstand, der die Intralogistik-Branche prägt, eine feste Größe ist", urteilt Kazander. "Andererseits erreicht die Logimat mit ihrem inhaltlichen wie organisatorischen Format ein Fachpublikum, das auch die Zielgruppen der Lösungsangebote von Generalunternehmern und internationalen Playern repräsentiert." Das ermögliche es der Logimat, den Charme einer Messe der kurzen Wege mit dem Status einer international anerkannten Branchenplattform und Arbeitsmesse für Entscheider zu verknüpfen. Bei der von Wissler & Partner ermittelten, allgemeinen Besucherzufriedenheit gaben 81,1 Prozent der Besucher der Logimat die Note "gut" oder "sehr gut":

Handel und Logistik greifen immer enger ineinander

Neben der hohen Akzeptanz der Messe in der internationalen Intralogistik-Branche, den positiven Konjunkturaussichten und einer wachsenden Investitionsbereitschaft zur Optimierung intralogistischer Prozesse sieht Kazander einen weiteren Grund für den enormen Anstieg der Besucherzahlen in der Einbindung des Handelsforums Trade World. Es bereicherte in diesem Jahr erstmals das Ausstellungs- und Informationsangebot der Logimat. "Die Trade World, so die Rückmeldungen aus den Messehallen, wurde gleichermaßen von Ausstellern wie Besuchern gut angenommen", freut sich der Veranstalter. "Angesichts der globalen Warenströme greifen Handel und Logistik immer enger ineinander. Die Intralogistik sorgt dabei für die Effizienz an der Schnittstelle von Produktion und Transport. Was liegt da näher, als diese Branchen zusammenzubringen!?" Eine Aufweichung der traditionellen Messeinhalte der LogiMAT sieht der Messeleiter nicht. Im Gegenteil: Vor dem Hintergrund, dass 64,3 Prozent der Besucher das Angebot des Handelsforums TradeWorld mit "gut" bis "sehr gut" bewerteten, sollen sowohl die TradeWorld als auch die Synergien mit der LogiMAT im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden.

Nächstes Jahr eine Halle mehr

"Angesichts der bereits signalisierten Zusagen für die Logimat 2015 und einer wachsenden Nachfrage nach größeren Ausstellungsflächen werden wir Ausstellern und Besuchern im kommenden Jahr mindestens eine weitere Messehalle anbieten", beschreibt Kazander die logischen Konsequenzen des stetig steigenden Aussteller- und Besucherinteresses. "Zudem haben wir eine Option zur Belegung der achten Halle - und damit des gesamten Stuttgarter Messegeländes." Damit unterstreicht die Messeleitung zudem die Position der Logimat als größte jährlich stattfindende Intralogistikmesse in Europa. Impulse für eine weitere Internationalisierung der Messe erwartet der Messechef überdies von der im April 2014 stattfindenden Logimat China.

Nächster Termin: 10. bis 12. Februar 2015

Gleichwohl bleibe die LogiMAT dank der Konzeption des Stuttgarter Messegeländes mit jeweils vier ineinander übergehenden Messehallen in zwei miteinander verbundenen Immobilienkomplexen auch künftig die Intralogistik-Messe der kurzen Wege. "Die zusätzliche Ausstellungsfläche gibt uns die Möglichkeit, die Ausstellungsbereiche der heterogenen Intralogistik-Branche noch klarer zu strukturieren, um den Besuchern im direkten Anlauf einen kompakten Überblick über die aktuellen Produkt- und Leistungsangebote in den jeweiligen Segmenten zu bieten", resümiert Kazander. "Wir freuen uns bereits auf die nächste Logimat vom 10. bis 12. Februar 2015 in Stuttgart." pb

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