Linde MH mit Forschungsprojekt bei BMW

Brennstoffzellenstapler für E-Mobility-Produktion

Linde Material Handling übergab im BMW Werk Leipzig Anfang Dezember eine Flotte von vier Routenzugschleppern und fünf Gabelstaplern mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb. Im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekts werden die mit grün zertifiziertem Wasserstoff betankten Fahrzeuge bis 2016 im BMW i Karosseriebau zur Teileversorgung eingesetzt. Der Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik (fml) der Technischen Universität München evaluiert den unter realen Produktionsbedingungen stattfindenden Erprobungseinsatz.

Brennstoffzellen treiben die neuen Linde-Flurförderer im brandneuen E-Mobility-Werk von BMW in Leipzig.

"Die Brennstoffzelle wird sich in der Intralogistik als eine der wesentlichen Antriebstechnologien durchsetzen. Mit H2IntraDrive gehen wir einen wichtigen Schritt hin zur Serienreife von Flurförderzeugen mit Wasserstoffantrieb", stellte Theodor Maurer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Linde Material Handling, bei der Übergabe fest. Ladung, Wechsel und Wartung der Bleisäurebatterie in konventionellen Flurförderzeugen verringern deren Produktivität. Das Brennstoffzellen-Hybridsystem der Linde-Fahrzeuge wird dagegen in wenigen Minuten betankt und ist relativ wartungsarm. Die daraus resultierende höhere Verfügbarkeit der Gabelstapler und Schlepper ist insbesondere im Mehrschichtbetrieb vorteilhaft. Zudem wird die beim Bremsvorgang und Senken der Last zurückgewonnene Energie in der Li-Ionen-Batterie des Hybridsystems gespeichert und bei Lastspitzen wieder abgegeben. Die Brennstoffzelle stellt dagegen die Grundleistung bereit.

Anzeige

Werkleiter Dr. Milan Nedeljkovic sagte: "Nachhaltigkeit hat bei BMW oberste Priorität, das gilt für das Produkt genauso wie für die Produktion. Deshalb passen Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit grün zertifiziertem Wasserstoff als Energieträger sehr gut zum BMW Werk Leipzig."

Dort entstand im BMW i Karosseriebau die deutschlandweit erste Hallenbetankungsanlage für Wasserstoff. Linde Gas baute die Infrastruktur auf und stellt die Versorgung mit aus erneuerbaren Ressourcen gewonnenem Wasserstoff sicher. Der Lehrstuhl fml der Technischen Universität München bewertet die ökologische Nachhaltigkeit und die ökonomische Effizienz der Brennstoffzellenfahrzeuge im Alltagseinsatz. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt das Forschungsprojekt über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (nip) mit einer Summe von 2,9 Millionen Euro.    bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

xetto® transportiert, hebt, verlädt und fährt mit

Die von HOERBIGER entwickelte mobile Ladehilfe xetto® klettert nach der Fahrzeugbeladung aus eigener Kraft auf die Ladefläche. Somit kann eine Person schwere Lasten am Einsatzort allein entladen und bewegen. Neu: xetto® wird als Arbeitsmittel für körperlich beeinträchtigte Menschen vom Integrationsamt gefördert.

mehr...
Anzeige

Special Cemat

Gewandelt für den Härteeinsatz

Neue Generation an verbrennungsmotorischen Gabelstaplern. Jungheinrich stellt zwei neue Baureihen verbrennungsmotorisch angetriebener Gegengewichtsstapler vor. Es sind hydrodynamisch angetriebene Fahrzeuge (Wandler) mit bemerkenswerten...

mehr...

Dieselstapler

Neunte Generation sparsamer

Die Hyster-Gabelstapler der Reihe H8-16XM haben einen deutlich geringeren Kraftstoffverbrauch und sind leistungsstärker als ihre Vorgängermodelle. Entsprechend dem Konzept von Hyster für emissionsarme Containerhandler wurde diese neunte...

mehr...