Größtes Strahlwerk Europas geplant

Zell wächst und plant den Umzug

Das technisch führende und größte Strahlwerk Europas wird in Rottenacker an der Donau entstehen und soll im Herbst 2020 fertig sein. © Zell

In Rottenacker an der Donau soll das technisch führende und größte Strahlwerk Europas entstehen. Das Unternehmen Zell aus Ehingen-Volkersheim hat eine rund 3.000 Quadratmeter große Produktions- und Versandhalle geplant, die mit 56 hierfür neuentwickelten und selbstgebauten Zell-Strahlanlagen ausgerüstet wird.

Die Geschäftsführer der Zell-Group: Ingo Zell (li.) und Ernst von Freyberg. © Zell

Spatenstich für das neue Unternehmensgebäude für Fertigung, Verwaltung, Betriebsleitung, Qualitätssicherung, Versand und Sozialräumen wird im Herbst 2019 sein. Nach der Fertigstellung in einem Jahr ziehen die derzeit 40 Mitarbeiter komplett um; das bisherige Firmenareal in Volkersheim wird dann weiter für den Maschinenbau und als Reservewerk für die Oberflächentechnik mit rund 20 Strahlautomaten genutzt. Zell will mittelfristig auf 70 Mitarbeiter wachsen und nennt das Bauvorhaben „Projekt Zell2022“.

Schonender Teiletransport: individuell angepasste Werkstückträgersysteme und Clips für die schonende und präzise Zuführung oder Abführung unterschiedlicher Bauteile. © Zell

Wachstum Geschäftsbereich Oberflächentechnik
Zell will mit der Dienstleistung Oberflächentechnik und eigenen Produkten der Systemtechnik weiter wachsen: Das hohe Interesse der Industrie – speziell aus den Bereichen Automobil, Hydraulik und Maschinenbau – an Zells proprietären Präzisionsstrahlverfahren unter anderem für Druckguss und hochkomplexe Geometrien (Totraumstrahlen) sowie zur Oberflächenverdichtung (shot peening) und Oberflächenbearbeitung ist Wachstumstreiber einerseits. Aktuell strahlt Zell mehr als 70 Millionen Kleinteile in Großserie pro Jahr.

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Spezielle Ausführung eine Werkstückträgers: das Grid-System. Es ist ein automatisierbares Transportsystem aus Stahl, das eigens für den Härteprozess entwickelt wurde. Es hält Temperaturen bis 1.200 Grad Celsius verzugsfrei stand und macht das Umchargieren vor und nach dem Härteofen entbehrlich. © Zell

Automatisierung treibt Nachfrage an Werkstückträgern
Zum anderen wächst der Geschäftsbereich Systemtechnik durch die Nachfrage an kundenspezifischen Werkstückträgern, Härtegestellen und Waschsystemen, getrieben durch die zunehmende Automatisierung und Robotisierung der industriellen Produktion und den wachsenden Anforderungen an Reinigungsprozesse. In dem neuen Werk soll für diesen Geschäftsbereich ein modernes Entwicklungsumfeld und die Verwaltung geschaffen werden. Zum „Projekt Zell2022“ gehört auch die Etablierung des neuen Geschäftsfelds „Zerstörungsfreie Messung von Oberflächeneigenschaften“. Das neue Grundstück in Rottenacker mit insgesamt 13.500 Quadratmeter Fläche bietet dem Unternehmen geeignetes Potenzial für das künftige Wachstum. pb

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