Ident-Treffpunkt Frankfurt

Euro ID und ID World International Congress 2013: drei Tage Identifikation

Am 05.11.2013 startete die Euro-ID-Fachmesse und der ID-World International Congress 2013 für drei Tage erstmals parallel in Frankfurt. Gemeinsamer Termin und gemeinsamer Ort bündelten die Stärken der bisherigen Einzelveranstaltungen unter einem Dach. Die Veranstaltung umfasste das gesamte Spektrum der Identifikations-Technologien, die aktuell zur Anwendung kommen. Der Standort Frankfurt bot sowohl von der Infrastruktur als auch von der internationalen Anbindung her geeignete Voraussetzungen.

Das Ident-Thema ist äußerst umfangreich, und Produkte und deren Anwendungen sind divers. (Foto: Born)

93 Aussteller, davon 22 aus dem Ausland, präsentierten auf dem Frankfurter Messegelände ihre Produkte. Damit hatten sich in diesem Jahr mehr Aussteller angemeldet als im Vorjahr. Die Besucher erhielten durch das größere Angebot einen noch besseren Einblick in die vielfältigen Anwendungsbereiche der Identifikation von Objekten und Personen. Es standen die Themengebiete biometrische Technologien, Kartentechnologien, Markiersysteme, NFC, Optical Readable Media (ORM), RFID, GPS/Mobilfunk-Technologien, Systemintegration und Sensorik im Fokus der Fachmesse. Daneben fand ein umfangreiches Rahmenprogramm statt: Podiumsdiskussionen und Vorträge zu aktuellen Themen der Branche wie NFC, Smart Card 2.0, Biometrie sowie Tracking & Tracing.

Die Veranstaltung wurde durch die Partner Mesago Messe Frankfurt, Wise Media sowie den Industrieverband Automatische Identifikation, Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation AIM e.V. organisiert und inhaltlich gestaltet. Dabei ist Sophie B. de la Giroday, Geschäftsführerin von Wise Media mit Sitz in Mailand, die Gründerin des ID World International Congress und damit Gastgeberin für die Veranstaltung. Zur strategischen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Fachmesse Euro ID hat die Mesago Messe Frankfurt nun einen Ausstellerbeirat gegründet.

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ID World International Congress: Blick in die Zukunft

Der ID World International Congress, der zeitgleich zur Fachmesse stattfand, gilt als wichtigster Treffpunkt für Entscheider der Ident-Branche. Er erhöhte in diesem Jahr die Bedeutung der Euro-ID-Fachmesse auf internationaler Ebene. Dieser nunmehr zwölfte internationale "World Summit" der ID-Branche bestand aus einer exklusiven Mischung von 28 Kongress-Sessions, in denen bestehende und schnell wachsende Identifikationstechnologien, -lösungen sowie -anwendungen besprochen wurden. Die Vorträge der mehr als 100 internationalen Top-Referenten, darunter auch zahlreiche Regierungsvertreter, bildeten die Grundlage für weiterführende Diskussionen zu den Themen Sicherheit, Mobilität und Logistik in der Welt von morgen.

Die Besten identifiziert: ID-Award vergeben

Im Rahmen von Fachmesse und Kongress wurden mehrere Preise vergeben. Der ID-Award ehrt die besten und innovativsten Unternehmen in den Kategorien "RFID Technologien und Anwendungen", "Sichere Identität" und "Innovatives Unternehmen". Den ID-People-Award erhalten führende internationale Persönlichkeiten der Branche für ihre herausragenden Leistungen in der ID-Community.

Komplexes Thema - riesiger Markt - soziale Dimension

Das Ident-Thema ist äußerst umfangreich, und folglich sind Produkte und deren Anwendungen divers: Produktionssteuerung, Materialfluss- und Logistiksteuerung samt Datenerfassung und Datendokumentation im industriellen Bereich sind Themenfelder, die seit Jahren üblich und bekannt sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Sensoren, RFID-Systeme und Druck- und Etikettensysteme sind sozusagen vertrautes Terrain in der zunehmend automatisierten industriellen Umgebung. Das "Internet der Dinge", "Industrie 4.0" und eine zunehmend sich selbst steuernde Produktion sind Resultate der steten Fortentwicklung dieser Technologien. Einen ganz anderen Aspekt eröffnet die Personen-Identifikation: In Ländern der Dritten Welt beispielsweise, in denen die Ärmsten der Armen bislang von jeglicher staatsbürgerlicher Integration ausgeschlossen waren, weil sie nicht erfasst sind und weil niemand sie kennt, gewinnt das Thema Identifikation eine wesentliche soziale Dimension: Erst Menschen, die von der Verwaltung erfasst und eindeutig identifizierbar sind, sind Teil einer Gesellschaft und können ihre fundamentalen Rechte wahrnehmen. Mit einer Identifizierung steigen sie quasi aus dem gesellschaftlichen Nichts auf und gewinnen buchstäblich eine bürgerliche Identität. Diese soziale Dimension des Themas Ident-Technik und ihre Bedeutung für die Entwicklung von staatlicher Struktur und Verwaltung erklärt, warum sich Regierungsangehörige auf internationaler Ebene für die Veranstaltung in Frankfurt und die bemerkenswerten Kongressthemen interessierten.

Termin vormerken: Nächste Messe in einem Jahr.

Die Internationale Fachmesse und Konferenz für Identifikation findet im kommenden Jahr vom 04. bis 06.November 2014 statt. Petra Born

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