Getecha rüstet NL-Recycler aus:

Das Herz ist die Mühle

Die RotoSchneider-Großmühlen von Getecha bilden in vielen Recyclingbetrieben den Dreh- und Angelpunkt der aufbereitungstechnischen Prozesslinien. Für einen niederländischen Recyclingbetrieb lieferte das Aschaffenburger Unternehmen nicht nur die Zerkleinerungsmühlen, sondern auch große Teile der Förder-, Entstaubungs- und Verpackungstechnik.

Aufbauphase: Die Getecha-Großmühle RS 6015 (grün) mit der fördertechnischen Peripherie (grau). Ebenfalls schon zu sehen ist der mächtige Zyklonabscheider (grün) (Bilder: Getecha)

CVB Ecologistics aus dem niederländischen Tilburg ist eine feste Größe in der europäischen Recyclingindustrie und bereitet in seinen zehn Tochterfirmen Papier- und Kunststoffabfälle aus der ganzen Welt auf. 2012 übernahm das CVB-Management einen weiteren Recyclingbetrieb und stand vor der Aufgabe, dessen Kapazitäten erweitern zu müssen, was die Modernisierung und den Ausbau der bestehenden Anlagen erforderlich machte. Diese Aufgabe legte CVB in die Hände des deutschen Zerkleinerungs- und Automatisierungsspezialisten Getecha. Um die Effizienz des Betriebs zu steigern, sollte neben der Zuführung des Mahlguts auch die Weiterleitung des gewonnenen Regenerats in Big Bags sichergestellt sein. Der Auftrag an Getecha und seinen niederländischen Vertriebspartner S-point BV beinhaltete daher nicht nur die Installation von zwei neuen Großmühlen und die Integration der vorhandenen Zerkleinerungstechnik, sondern auch die Realisierung der Fördersysteme für die Mühlenbeschickung sowie die Entstaubung und Verpackung des Mahlguts.

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S-point-Chef Gert-Jan Drinkwaard empfahl den Einsatz der Großmühle RotoSchneider 6015 als Herzstück der neuen Gesamtanlage. Das Haupteinsatzgebiet der mit kräftigen Antrieben - in Tilburg ist es ein 132 kW-Motor - ausgerüsteten Maschinen ist das Zerkleinern großer Kunststoffteile. Die RS 6015 nimmt es sowohl mit klebrigen Butzen aus Blasformmaschinen und Stanzgitterrollen auf als auch mit massiven Platten oder ganzen Kraftstofftanks. In Tilburg sind es neben Polypropylen-Materialresten aus der kunststoffverarbeitenden Industrie vor allem große Mengen ausgedienter Pflanzstecker aus dem Blumen- und Kräuteranbau, die im Trichter der Großmühle landen. Auch Kisten, Becher und kleinere Klumpen aus Polypropylen sowie Kartonageabfälle werden hier zerkleinert.

Um die RS 6015 optimal auf ihre Aufgabe abzustimmen, wurden verschiedene Anpassungen vorgenommen. "Um einer Brückenbildung im Trichter vorzubeugen und den Durchsatz zu optimieren, erhielt beispielsweise der Trichter eine Eindrückvorrichtung", erläutert Drinkwaard. Das ist sinnvoll, wenn großvolumige und leichte aber expansive Reststoffe zerkleinert werden müssen. Außerdem entschied sich das Management von CVB dafür, die neue RS 6015 mit dem EnergySave-Motorregler von Getecha auszurüsten. Dieser Controller führt dem Motor ohne Drehmomentverlust immer nur die tatsächlich benötigte Spannung zu. Dadurch ergibt sich eine stattliche Energieeinsparung.

Seine Fördertechnik-Kompetenzen konnte Getecha in Tilburg gleich an mehreren Stellen einsetzen. Denn zum einen galt es, die neuen Mühlen logistisch mit den vorhandenen Zerkleinerungsanlagen zu verknüpfen; zum anderen sollte die Beschickung der neuen RS 6015 aus zwei Richtungen erfolgen. Alle Förderbänder für die Mühlenbeschickung wurden bei Getecha entwickelt und gebaut. Die gesamte Anlage wird über eine neue zentrale Steuerung von Getecha gefahren, in die auch die Steuerungen sämtlicher vorhandener Systeme integriert wurden.

Darüber hinaus realisierte Getecha in Tilburg die Absaugtechnik mit Mahlgut- und Abluftentstaubung sowie die Abfüllung des Regenerats in Big Bags. Die gesamte Neuanlage wurde in einem Zeitraum von etwa zwei Wochen von Getecha-Monteuren und ihren niederländischen Kollegen von S-point aufgestellt, installiert und in Betrieb genommen.  bw

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