Formula Student Electric

Studenten entwickeln Elektro-Rennauto

Die Stöber Antriebstechnik unterstützt seit 2014 die Rennschmiede Pforzheim, die regelmäßig an der Formula Student teilnimmt – bis dato mit einem Verbrenner-Fahrzeug. Ab 2020 wird das Team auch bei der Formula Student Electric antreten. Die Antriebsspezialisten stellen Motoren, Getriebe und Umrichter für das neue Racecar bereit.

Seit zehn Jahren gibt es die Rennschmiede an der Hochschule Pforzheim. Seither feiern die Studenten auf den großen Rennstrecken dieser Welt regelmäßig Erfolge mit ihren mit Verbrennermotor ausgestatteten Fahrzeugen. Jedes Jahr stellen sie einen neuen Boliden auf die Räder. Der Flitzer für diese Saison hörte auf den Namen „Emerald“. Dass das Team nicht nur Benzin im Blut hat – sondern auch jede Menge Strom, wollen sie 2020 beweisen. Dann nimmt die Rennschmiede erstmals an der Formula Student Electric (FSE) teil. Doch bevor sie sich in der kommenden Saison dieser neuen Herausforderung stellen kann, gilt es zuerst, ein konkurrenzfähiges Fahrzeug zu entwickeln.

Die Rennschmiede Pforzheim steigt von Benzin auf Elektroantrieb um. © fsg-Johannes Klein

Umstieg auf Elektroantrieb

"Ob Benzin oder Strom – ohne Sponsoren, Unterstützer und Technologiepartner wäre das alles nicht möglich", sagt Nadine Böckle, Teamleitung Sponsoring bei der Rennschmiede. Zu den finanziellen Unterstützern gehört seit 2014 die Firma Stöber, die ebenfalls in der Goldstadt zuhause ist. "Anfang dieses Jahres schrieb einer unserer Studenten seine Bachelorarbeit zum Thema ‚Auslegung des Antriebstrangs für ein Formula Student Fahrzeug’ an der Hochschule Pforzheim", erzählt Nadine Böckle. "So kamen wir mit Stöber ins Gespräch. Mit der Entscheidung des Teams, in der kommenden Saison bei der FSE dabei zu sein, haben wir die Zusammenarbeit intensiviert." Stöber unterstützt das Team als Platin-Sponsor, denn der Antriebsspezialist liefert nun auch handfeste Technik für das Racecar: zwei Heckmotoren mit Getriebe und die dafür benötigten Antriebsregler. Dazu kommt sehr viel Know-how der Ingenieure, um diese wichtigen Komponenten auf die Anforderungen hin weiterzuentwickeln.

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Seit September befindet sich die Rennschmiede in der Entwicklungsphase. Die Studenten arbeiten aktuell die Konzepte aus und setzen diese im CAD-System um. Ist diese Phase abgeschlossen, erhalten die Produktionspartner die 3D-Zeichnungen und können loslegen. "Wenn wir an der Hochschule unsere Klausuren im Februar abgeschlossen haben, widmen wir uns dann ganz der Fertigung", sagt Böckle. Öffentlich vorstellen will die Rennschmiede den neuen E-Boliden im Spätfrühling 2020. Danach wird das Team das Fahrzeug ausgiebig testen – bei verschiedenen Events auch unter Wettbewerbsbedingungen. "Wir freuen uns natürlich besonders auf Hockenheim", erzählt Nadine Böckle. "Da haben wir ja praktisch ein Heimspiel." dsc

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