Festo: Gefragter Automatisierungspartner in Russland

Zunehmende Qualitäts-, Energieeffizienz- und Exportorientierung russischer Maschinenbauer

Wachsender Bedarf an kundenspezifischen Lösungen: Solution Engineering Centre SEC Moskau

Seit über 40 Jahren ist Festo Partner der russischen fertigenden Industrie mit Automatisierungs- und Qualifizierungslösungen. Diese richtet sich nun mit dem WTO-Beitritt Russlands zunehmend an internationalen Standards neu aus. Dabei machen steigende Anforderungen an Qualität und Energieeffizienz Festo zum Partner Nr. 1 der russischen Maschinen- und Anlagenbauer. Neben der Fabrikautomation spielt die Prozessautomation eine große Rolle.

Mehr als 9.000 Kunden in der Automation und 3.000 in der Didactic werden von der russischen Landesgesellschaft von Festo mit Sitz in Moskau und 6 Automatisierungszentren in St. Petersburg, Novosibirsk, Tscheljabinsk, Irkutsk, Samara und Rostov am Don und weiteren Stützpunkten in insgesamt 21 Städten betreut.

Der Markterfolg in Russland begann 1971 mit dem Abschluss des ersten Vertrags mit dem Ministerium für Werkzeugmaschinenbau der UdSSR über die Lieferung von Automatisierungsausrüstung. 1988 war der nächste Schritt die Gründung eines Joint-Ventures mit Repräsentanz in Moskau. 1989 wurde dann die Landesgesellschaft mit Sitz in Moskau gegründet. Heute hat Festo in Russland über 200 Mitarbeiter und ist Marktführer.

Die Zeichen stehen seit Jahren auf Wachstum. Durch den Ausbau der Logistik beträgt die Lieferzeit im russischen Markt nur noch wenige Tage, da mehr als 50 % aller Lieferungen direkt aus dem Lager in Moskau erfolgen. Das 2004 gegründete Solution Engineering Centre SEC Moskau trägt dem wachsenden Bedarf an kundenspezifischen individuellen Lösungen Rechnung. Eine solche Sonderentwicklung ist bspw. das bärensichere Antriebssystem GBVA für die Öl- und Gasbranche. Aber auch energieeffiziente Lösungen sowohl im Maschinenbau als auch für die Wasser- und Abwassertechnik sind stark gefragt.

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Anschluss an den Weltmarkt und energieeffiziente Lösungen für Metropolen

"Wir beobachten zwei zentrale Trends: zum einen suchen russische Maschinenbauer aus der verarbeitenden Industrie, wie etwa aus den Branchen Nahrungsmittel und Verpackung, Automotive oder Gummi/Kunststoff  mit ihren Produkten den Anschluss an den Weltmarkt. Hier erhoffen sich Unternehmen mit dem WTO-Beitritt neue Marktchancen, die sie mit unserer Unterstützung mit Produktionstechnologie und Know-how made in Germany realisieren wollen. Die Unternehmen, die wir hier vor Ort unterstützen, haben großes Innovationspotenzial, produzieren zurzeit aber noch überwiegend für den lokalen Markt, ", erläutert Alexey Vititnev , Geschäftsführer Festo Russland, und ergänzt: "Zum Anderen beschäftigt die Städte und Metropolen in Russland zunehmend das Thema Energieeffizienz. Unsere Lösungen in der Wasser- und Abwassertechnik setzen genau dort an und bieten uns große Wachstumspotenziale. Vodokanal in St. Petersburg versorgt die 4,8-Millionen-Einwohner-Metropole mit sauberem Trinkwasser und hat sich  das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Energieverbauch um ein Drittel zu senken. Im neuen Block K-6 der Wasseraufbereitung kommen bereits energiesparende pneumatische Antriebe von Festo zum Einsatz."

Ein Beispiel ist der Maschinenbauer KB-NS, der Maschinen für Gebäck und Teigwaren herstellt. Das Unternehmen erhöht für 2013 seine Produktionskapazität um 40% und wird zukünftig 14 Maschinen pro Monat herstellen. Dabei setzt KB-NS auf eine intensive Technologie-Partnerschaft mit Festo. "Unsere Kunden setzen unsere Maschinen im 24-Stunden-Betrieb ein", erklärt Anatolij Zelenkjevitsch, Generaldirektor von KB-NS, ¿und für diese hohe Belastung sind die Produkte von Festo optimal geeignet. Derzeit liegt unser Marktfokus noch auf Russland und seinen Nachbarländern. Erste Gespräche mit potenziellen Kunden in der EU haben wir bereits geführt, und sind technisch jederzeit in der Lage auch EU-konforme Maschinen zu liefern.

Qualifizierung von Fachkräften als Schlüssel

Dafür benötigen russische Maschinenbauer immer mehr hochqualifizierte Mitarbeiter. Unterstützung finden Sie auch hier bei Festo: "Wenn Russland auf breiter Basis als Exportnation punkten will, ergibt sich in den nächsten Jahren eine starke Nachfrage nach Fachkräften. Hier droht eine große Lücke. Mit unseren Didactic-Zentren in Moskau, Tscheljabinsk und St. Petersburg beraten wir Unternehmen, Universitäten und öffentliche Bildungseinrichtungen mit praxisnahen Qualifizierungskonzepten von Trainings und Seminaren bis hin zur Planung und Ausstattung von industriellen Lernlaboren und Lernfabriken", erklärt Andrey Shpitov, Leiter Festo Didactic Russland. So wurde bereits 1999 der Lehrgang "MEI-Festo" am Moskauer Energie Institut (MEI) der Technischen Universität Moskau gegründet, um hochklassige technische Ausbildung, modernste technische Ausbildung und Englischkurse anzubieten. Seither setzen immer mehr der führenden Universitäten Russlands auf Lernsysteme von Festo für die Ausbildung von Fachkräften. Im Rahmen seiner Corporate Educational Responsibility (CER) unterstützt Festo darüber hinaus technische Universitäten in Russland mit Laborausstattung und Lernsystemen.

Wachstumsmarkt Russland

Auch für die kommenden Jahre blickt Festo Russland optimistisch in die Zukunft: "Wir rechnen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 16 bis 18 %. Durch unser breites Angebot nicht nur in der Fabrik-, sondern auch in der Prozessautomatisierung können wir auch die für Russland spezifischen Branchen, wie Bergbau, Öl und Gas oder die Aluminiumindustrie mit unserer maßgeschneiderten Produktpalette bis in den Tieftemperaturbereich optimal bedienen.", verdeutlicht Alexey Vititnev die Zielsetzung.

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