Effizienz und Gesundheit im Einklang

Ergonomie-Fachtagung bei Schmalz

Die Bedeutung von ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen steigt - auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer längeren Lebensarbeitszeit. Der Vakuum-Spezialist Schmalz lud Vertreter der Automobilindustrie zur Fachtagung Ergonomie ein und präsentierte Lösungsansätze aus Wissenschaft und Praxis. Für die Tagung konnte Schmalz Prof. Klaus Bengler von der Technischen Universität München und Dr. Martin Braun vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (Stuttgart) gewinnen.

Viele Jahre altern in wenigen Minuten: In einem Alterssimulationsanzug konnten die Teilnehmer der Fachtagung Ergonomie die Vakuum-Handhabungssysteme von Schmalz testen, zum Beispiel den Schlauchheber Jumboflex zur Handhabung von Kisten. (Foto: Schmalz)

"Effiziente und ergonomische Arbeitshilfen für demografiefeste Arbeitsplätze in der Automobilindustrie" - unter diesem Motto stand die erste Fachtagung zum Thema Ergonomie bei Schmalz in Glatten. Gäste von Daimler, BMW, VW und anderen namhaften Unternehmen waren der Einladung des Vakuum-Spezialisten gefolgt. "Die Gesellschaft wird älter - und das Thema Ergonomie immer wichtiger. Unsere Entwickler arbeiten deshalb intensiv an neuen Ideen, wie wir Arbeitnehmer mithilfe von Vakuum-Handhabungstechnik noch besser unterstützen und entlasten können", sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter. "Vor allem in der Automobilindustrie sind die Ansprüche an eine ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sehr hoch", ergänzt Klaus-Dieter Schwabenthan, Leiter Geschäftsentwicklung und Lieferprozess Vakuum-Handhabungssysteme bei Schmalz. "Entlang der gesamten Prozesskette müssen immer wieder unhandliche und schwere Güter oder auch leichte Werkstücke in hoher Taktzahl bewegt werden." Oft geschieht das von Hand - mit negativen Auswirkungen auf den Bewegungsapparat. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind der häufigste Grund für betriebliche Fehlzeiten.

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Dr. Martin Braun ging in seinem Vortrag unter anderem auf verschiedene ergonomische Gestaltungsprinzipien ein: Dazu zählt beispielsweise die Vermeidung einseitiger Körperhaltungen durch die richtige Arbeitshöhe und gute Sichtbedingungen, oder der Einsatz von Handhabungsgeräten beim Heben schwerer Lasten. Auch die Gestaltung von Umgebungsfaktoren wie Licht, Lärm und Klima wirkt sich unmittelbar auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer aus.

Prof. Klaus Bengler gab den Teilnehmern interessante Einblicke in die Arbeit des Lehrstuhls für Ergonomie. An seinem Institut forschen Ingenieure, Informatiker, Psychologen und Sportwissenschaftler interdisziplinär und liefern so wertvolle Impulse für die Arbeitsplatzgestaltung der Zukunft. Welche Herausforderungen das Alter mit sich bringen kann, konnten die Teilnehmer beim anschließenden Praxisteil am eigenen Körper erfahren: Viele nutzten die Gelegenheit, in einen Alterssimulationsanzug zu schlüpfen. Zum Anzug gehören unter anderem eine getönte Brille und damit ein eingeschränktes Sehvermögen, Gewichte an den Gelenken und Handschuhe, die den Tastsinn beeinflussen.

"Durch den demografischen Wandel und die Zunahme der Lebensarbeitszeit wächst die Anzahl leistungsgewandelter Mitarbeiter", so Klaus-Dieter Schwabenthan. "Wir bieten deshalb verschiedene Vakuum-Handhabungssysteme, die ein gesundheitsschonendes und sicheres Heben von Lasten ermöglichen." So testeten die Teilnehmer des Ergonomietags unter anderem den Vakuum-Schlauchheber JumboFlex zum häufigen und schnellen Bewegen kleinerer Werkstücke bis 50 Kilogramm, beispielsweise Kleinladungsträger, Kraftstofftanks, Bremsscheiben oder auch Windschutzscheiben. pb

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