Hannover Messe

Industrie 4.0 wird konkret

Hannover Messe vom 25. bis 29. April 2016 an der Leine. Die Hannover Messe in diesem Jahr widmet sich erwartungsgemäß der vernetzten Wirtschaft. Industrie 4.0, Digitalisierung und Netze sind die Stichworte, die von vielen Standbeschilderungen rufen werden. Partnerland 2016 sind die USA, deren Präsident Barack Obama das Messegelände persönlich beehren wird.

Die Produktion wird gläsern: Industrie 4.0 wird die Entwicklung auf der Hannover Messe weiter beschleunigen, ist man bei der Messegesellschaft überzeugt. (Foto: Hannover Messe)

Der globale Hotspot für Industrie 4.0: So sieht sich auch in diesem Jahr das Hannoversche Messegelände. Im April kommen dort die Treiber der industriellen Digitalisierung zusammen: die deutschen Unternehmen mit Kernkompetenzen im Maschinenbau und der Elektrotechnik, führende Softwareanbieter sowie Unternehmen aus Asien, die ihrerseits die Vernetzung in der Industrie forcieren. Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ werden Technologien für die Digitalisierung von Fabriken und Energiesystemen gezeigt. Das Thema wird konkret. Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe: „Wir erwarten nun erstmals mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie 4.0 auf der Messe. Das ist weltweit einzigartig.“ Besucher aus dem produzierenden Gewerbe erfahren, wie sie ihre Produktionsanlagen Schritt für Schritt zur Industrie-4.0-Fabrik ausbauen.“

Neue Geschäftsmodelle
In den vergangenen Jahren hat die jährliche Industriemesse bereits einen großen Anteil daran gehabt, den Weg in das Industrie-4.0-Zeitalter zu bahnen. Selten hat eine technische Entwicklung so schnell und wirkungsvoll um sich gegriffen, ist man bei der Messegesellschaft überzeugt. Diese industrielle Zeitenwende wird auf der diesjährigen Veranstaltung weiter an Fahrt aufnehmen. Dabei wird es nicht nur um die Technologien gehen, sondern auch um die daraus resultierenden neuen Geschäftsmodelle. Ein Beispiel: Mit der „vorausschauenden Wartung“ (Predictive Maintenance) setzen Maschinen- und Anlagenbauer auf Sensoren, mit deren Hilfe Maschinen selbstständig melden, dass sie in Kürze gewartet werden müssen. Anhand dieser Daten kann der Anlagenhersteller dem Betreiber frühzeitig Wartungsleistungen anbieten und so sein Servicegeschäft ausbauen. Köckler: „Auf der neuen Sonderfläche ‚Predictive Maintenance 4.0‘ zeigen wir Anwendungsbeispiele von Industrie 4.0 und neue Geschäftsfelder, die jetzt entstehen.“

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Schubkraft für die Messe bringt zudem das Partnerland USA, hofft Köckler. Führende Unternehmen der weltgrößten Volkswirtschaft werden ihre Lösungen für die vernetzte Industrie vorstellen. Darunter General Electric, Honeywell, Eaton, Molex, Microsoft, AT&T oder IBM. Dass US-Präsident Barack Obama die Messe gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet, sei ein starker Beleg für die internationale Bedeutung der Veranstaltung. Neben TTIP wird Obama für Investitionen in den USA werben. Außerdem wird er die Vereinigten Staaten als wichtigen Anbieter von Industrie-4.0-Technologien positionieren. Da passt es, dass sich das in den USA gegründete Industrial Internet Consortium (IIC) erstmals mit einer Sonderfläche in Hannover präsentieren wird. Das IIC ist eine global agierende Organisation mit dem Ziel, die Etablierung des industriellen Internets der Dinge zu beschleunigen.

Köckler: „Auf der Hannover Messe 2016 wird das weltweite Industrie-4.0-Know-how gebündelt. Unter dem Leitthema ‚Integrated Industry – Discover Solutions‘ entdecken die Besucher vernetzte Lösungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit.“ Die Jahresmesse 2016 vereint fünf Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Energy, Digital Factory, Industrial Supply und Research & Technology. bw

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