Azubis erstellten Projekte zu Neugier, Fokus und Digitalisierung

Mit Neugier dranbleiben

„Sei neugierig – bleib am Ball“, so lautete das Motto der diesjährigen Azubi-Tage im Kloster Gnadenthal für die Auszubildenden bei der Friedhelm Loh Group. In der Nähe von Bad Camberg beschäftigten sie sich mit dem Thema Neugier und Ablenkung im Zeitalter der Digitalisierung. Die Projekte wurden einer Jury des Top-Managements vorgestellt. Prof. Dr. Friedhelm Loh zeichnete die Preisträger aus.

„Als größter Arbeitgeber in der Region sehen wir es als unsere Verantwortung, junge Menschen nicht nur fachlich auszubilden, sondern ihnen auch Ideen mit auf den Weg zu geben, wie sie ihre persönliche Rolle für ein erfülltes und erfolgreiches Leben finden können.“ Prof. Friedhelm Loh bei der Auszeichnung. © Loh

Seit 2003 lädt die Friedhelm Loh Group jedes Jahr die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres ins ehemalige Kloster Gnadenthal bei Bad Camberg ein. „Bei dem Projekt geht es darum, junge Leute mit Themen in Kontakt zu bringen, die ihr Leben bereichern,“ beschrieb Prof. Loh die Intention. „Als größter Arbeitgeber in der Region sehen wir es als unsere Verantwortung, junge Menschen nicht nur fachlich auszubilden, sondern ihnen auch Ideen mit auf den Weg zu geben, wie sie ihre persönliche Rolle für ein erfülltes und erfolgreiches Leben finden können.“

Neben der Diskussion um Werte und ihre Vermittlung ging es auch um das Handwerkszeug für Team- und Projektarbeit sowie Moderation und Präsentation. Die 55 Azubis interpretierten im zweitägigen Workshop im Juni und der regelmäßigen Projektarbeit in den Folgemonaten das Workshop-Thema. Sie zeigten, warum es aus ihrer Sicht wichtig ist, neugierig zu bleiben und gleichzeitig einen persönlichen Fokus zu finden. Jetzt wurden die Ergebnisse einer Jury des Top-Managements vorgestellt – für die Azubis auch eine Gelegenheit, die trainierten Moderations- und Präsentationstechniken gleich anzuwenden.

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„Bleiben Sie neugierig. Und fragen Sie genau!“
Prof. Loh eröffnete seine Rede mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Neugier. Damit das Interesse an Neuem die persönliche und berufliche Entwicklung fördert, brauche es aber auch Fokussierung und langen Atem: „Geben Sie sich nicht zufrieden mit Schlagworten, sondern fragen Sie, was dahintersteckt.“ Nur so könne aus einer Idee auch eine anwendbare Innovation werden. „Der Ideenreichtum unserer Mitarbeiter sowie ihre Fachkenntnis und Ausdauer bei der Fortentwicklung haben sich in unserer Unternehmensgeschichte immer wieder als entscheidende Keimzelle für den Erfolg erwiesen.“

Die Digitalisierung hat gerade in der Generation der Azubis längst alle Lebensbereiche ergriffen. Sie eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Neugier und Erkenntnis, aber potenziert auch den Effekt von Ablenkung und Zerstreuung. Die Leitfrage der prämierten Projekte lautete daher: Wie finden junge, digital vernetzte Menschen die Balance zwischen gesunder Neugier auf Information und Ruhe für die Konzentration auf ihre persönlichen Ziele?

Die Jury überzeugten besonders Niklas Edelmann, Collin Prange, Fnan Kahsay Nuguse, Dennis Niklas Petzold, Jessica Schweizer und Hüseyin Tekin. Sie zeigten mit Humor, wie aus kindlicher Neugier und Disziplin Ergebnisse mit handfestem Nutzen entstehen können. Für ihren Film zu „Neugier und Digitalisierung“ erhielten sie den ersten Preis, einen dreitägigen Aufenthalt in Leipzig, unter anderem mit einer Besichtigung des Porsche-Werks und einem Besuch des Zeiss-Planetariums.

Platz zwei ging an Tom Niklas Becker, Olivia Bräutigam, Felix Halfmann, Lukas Klonk und Max Stiel. Sie fahren für zwei Tage nach München, schauen sich das BMW-Werk und die Bavaria-Filmstudios an. Dritte wurden Lorenz Janke, Michael Leischner, Hanna Meier, Raphael Schirmuli und Nils Vreemann. Ihr Preis ist ein Tagesausflug mit Rundgang im Opel-Werk. pb

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