Aventics kooperiert mit CIIT-Forschungsgemeinschaft

Industrie 4.0 geht nur im Verbund

Seit etwa einem Jahr ist Aventics strategischer Partner des Lemgoer Forschungs- und Entwicklungszentrums Centrum Industrial IT (CIIT). Erste Projekte sind abgeschlossen, die Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden. Aventics möchte sich dabei auf Industrie 4.0-Aktivitäten konzentrieren.

Das CIIT bietet den Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung die Möglichkeit, gemeinsam unter einem Dach Grundlagenforschung zu betreiben und Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln. (Bild: CIIT)

„Industrie 4.0 ist auf eine Vernetzung aller Komponenten und Systeme im industriellen Umfeld fokussiert und kann deshalb nicht von einer Person oder einem Unternehmen alleine gelöst werden, sondern nur im Verbund.“ Zu diesem Schluss kommt Wolf Gerecke, Director Strategic Product Management bei Aventics. „Am Ende sollen alle Komponenten miteinander kommunizieren können und dazu braucht es Umgebungen, in denen man mit Unternehmen, die auf der gleichen Spur unterwegs sind, etwas ausprobieren und forschen kann; dazu ist das CIIT optimal geeignet“, so Gerecke weiter.

Speziell bei Industrie 4.0 hat Aventics erkannt, dass man sich zu Netzwerken zusammenschließen muss, um an dem Thema zu arbeiten. Das CIIT bietet den Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung die Möglichkeit, gemeinsam unter einem Dach Grundlagenforschung zu betreiben und Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln. „Den ersten Kontakt zum CIIT hatten wir bereits auf der Hannover Messe Industrie 2015“, erinnert sich Wolf Gerecke, „seit dem 2. Februar 2016 ist Aventics mit an Bord.“

Die Kombination aus Verein und Forschungsgemeinschaft erlaubt es, dass man Ideen informell diskutieren und in der benachbarten Smart Factory OWL, der Lemgoer Forschungs- und Demonstrationsfabrik des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL, direkt ausprobieren kann. Für Aventics ist das CIIT die ideale Ergänzung, für die eigenen Aktivitäten im Handlungsfeld Industrie 4.0 marktgerechte Lösungen zu entwickeln. Für die Forschungsgemeinschaft wiederum runden die Pneumatikspezialisten das Portfolio ab. „Mit Aventics haben wir einen Partner gewonnen, der uns im Bereich der intelligenten Pneumatik thematisch kompetent ergänzt“, freut sich Professor Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums IOSB-INA und Mitinitiator des CIIT. Sybille Hilker, CIIT-Geschäftsleitung, ergänzt: „Dass ein Global Player wie Aventics sich dauerhaft als Partner bei uns engagiert und uns bereichert, zeigt die internationale Wahrnehmung für den Standort Lemgo im Themenfeld IT und Automatisierungstechnik.“

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Über die Mitgliedschaft im CIIT hat Aventics auch Büroräume vor Ort in Lemgo. Im Moment werden sie noch projektbezogen belegt, es ist aber geplant, dort Aventics-Mitarbeiter fest zu stationieren. „Die Kollegen sind dann eingebunden in alle Dinge, die dort passieren. Unser mittelbares Ziel ist, dass wir wirklich nachhaltig an Themen arbeiten können.“

Erste Projekte bereits abgeschlossen

Zwei konkrete Projekte hat Aventics bereits im CIIT durchgeführt. Zusammen mit dem Fraunhofer Institut vor Ort wurde eine Studie erstellt, wie Aventics Industrie 4.0 optimal umsetzen könnte. „Fraunhofer hat unsere Sicht auf den Markt mit Pneumatikkomponenten um den gesamtwirtschaftlichen Kontext erweitert in Richtung Energieeffizienz, vorbeugende Wartung und erhöhte Produktionsbereitschaft“, erklärt Gerecke.

Ein zweites Projekt lief mit der Firma Boge Kompressoren, die Aventics über das CIIT kennenlernte. „Am besten ist es immer, wenn Verbraucher und Erzeuger miteinander kommunizieren können, wie es in der Energiewirtschaft bereits mit den intelligenten Stromnetzen passiert.“ Ähnlich wollte Boge mit seinen Kompressoren ein intelligentes Druckluftnetzwerk entwickeln. Aventics hatte die Pneumatik dazu. „Die Idee entstand im November 2016; bereits auf dem Boge-Messestand auf der Hannover Messe 2017 konnten beide Firmen einen gemeinsamen Demonstrator präsentieren. „Die Spezialisten des CIIT haben uns bei der Integration wirksam unterstützt.“

Folgeprojekte im Umfeld des CIIT sind schon in Sicht: Es geht um Anomalieerkennung auf Komponentenebene und Konzepte zur Integration von Komponenten verschiedener Hersteller zu vernetzten Systemen. as

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