Maschinenbau im Wartestand

Automatisierungstechnik: Vorteil für Maschinenbau

Der VDMA-Fachverband elektrische Automatisierung benennt das 2014 zu erwartende Wachstum der Branche mit plus zwei Prozent. Der Aufwärtstrend, der sich zu Beginn des Jahres andeutete, hat sich im Verlauf der ersten neun Monate gefestigt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz liegen im Plus, dabei tragen besonders die Auslandsmärkte und hier die Nicht-Euro-Länder maßgeblich dazu bei, informierte Herbert Wegmann, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands. Die Inlandswerte zeigen sich indes eher verhalten. Die Bereiche Sensorik und Steuerungstechnik sind im Plus, der Bereich sonstige Erzeugnisse schwächele noch, werde aber aufholen. Insgesamt gehe es der Elektrischen Automation gut: sechs Prozent mehr Auftragseingang, zwei Prozent mehr Umsatz. Die Prognose vom Frühjahr mit plus drei Prozent für das Gesamtjahr 2013 dürfte erreicht werden, sagte Wegmann.

Automatisierung wächst

Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist leicht eingeknickt. Der Rückgang der Auslandsorder geht wohl auf die magere Nachfrage aus den Nicht-Euro-Staaten zurück und kann als Reflex auf die Währungsturbulenzen in einigen Schwellenländern gedeutet werden. (Grafik: VDMA)

Auch für den Anfang des kommenden Jahres 2014 sieht der VDMA-Fachverband einen weiteren Anstieg und geht von einem Wachstum von plus zwei Prozent aus. Neben den Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklungen in China und den angekündigten Maßnahmen für den chinesischen Inlandsmarkt bleiben die nur schwer kalkulierbaren Entwicklungen in den USA die größten Unsicherheitsfaktoren. Dieses Ergebnis deckt sich mit der allgemeinen Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau. Die Auslandsnachfrage sollte sich in den kommenden Monaten zyklisch bedingt erholen. Allerdings könnten eine Reihe ungelöster struktureller Probleme in einigen Ländern die Stärke des Aufschwungs begrenzen.

Anzeige

Reflex auf Währungsturbulenzen

Unterdessen bezifferte der VDMA den Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland für den Oktober 2013 mit real zehn Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um zwei Prozent, das Auslandsgeschäft um 14 Prozent. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich August bis Oktober 2013 sank der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um vier Prozent. Die Inlandsaufträge lagen bei plus sechs Prozent, die Auslandsaufträge bei minus acht Prozent. "Der Rückgang der Auslandsorders geht hauptsächlich auf die magere Nachfrage aus den Nicht-Euro-Staaten (minus 17 Prozent) zurück und ist möglicherweise ein Reflex auf die Währungsturbulenzen in einigen Schwellenländern. Die Orders von den Euro-Partnerländern entwickelten sich hingegen erfreulicher: Sie lagen im Oktober nur ein Prozent unter Vorjahresniveau und in den ersten zehn Monaten sogar drei Prozent darüber ", kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. pb

Anzeige
zurück zur Themenseite

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige