Werkstückträger

Eine Nasenlänge voraus

Werkstückträger für die Medizintechnik. LK Mechanik ist Premiumhersteller von Werkstückträgern und Reinigungsbehältern für industrielle und medizintechnische Anwendungen. Mit Tomas Loh und Matthias Kroll gibt es eine neue Geschäftsführung. Matthias Kroll gibt Einblicke in das Geschehen während der Übernahmephase und die anstehenden strategischen Überlegungen.

Präzision in Edelstahl und Silikon: Werkstückträger für Bauteile mit länglicher Grundform. (Bild: LK Mechanik)

Herr Kroll, seit einigen Jahren schon sind Tomas Loh und Sie unternehmerische Weggefährten. Was hat Sie zur Übernahme von LK Mechanik bewogen?
Kroll: Richtig, Tomas Loh und ich arbeiten bereits seit geraumer Zeit sehr erfolgreich in dem von ihm gegründeten Unternehmen Loka Metallverarbeitung in Hüttenberg zusammen. Schon länger beschäftigt uns allerdings die Idee, unsere Technologie- und Management-Erfahrungen auch noch andernorts sinnvoll einzusetzen. Als wir dann erfuhren, dass LK Mechanik im benachbarten Heuchelheim wegen fehlender Nachfolger aus Familienkreisen zum Verkauf steht, haben wir unsere Idee in die Tat umgesetzt. Beide Firmen bedienen mit ihren Produkten zwar unterschiedliche Zielgruppen, ergänzen sich aber geradezu perfekt hinsichtlich der eingesetzten Verfahren und Technologien.

Welche Zukunftsperspektiven haben Sie vor Augen?
Kroll: Nun, dank regelmäßiger Investitionen in seinen Maschinenpark gilt LK Mechanik im Bereich der Metallbe- und -verarbeitung als exzellent ausgestattetes Unternehmen. Die 3D-CAD-Tools in der Konstruktion sind auf dem neusten Stand, in der Produktion sind mit dem Laserfeinschneiden, dem Wasserstrahl-Feinschneiden und dem Präzisionsstanzen moderne CNC-Verfahren zur Edelstahl-Bearbeitung in der täglichen Anwendung, und für die Oberflächen-Veredelung steht uns neben dem Elektropolieren auch ein Nass-/Trocken-Verfahren aus eigener Entwicklung zur Verfügung. Und LK Mechanik beschäftigt hochqualifizierte Mitarbeiter. Sie verfügen nicht nur über fundiertes Knowhow zur Teilereinigung, zur Montagetechnik, zur Automatisierung und zum Werkstück-Handling, sondern kennen auch die technologisch-administrativen Anforderungen des Marktes – etwa in Bezug auf die in der Medizintechnik wichtigen DIN ISO 9001 und DIN ISO 13485. Sogar die neue Medizinprodukte-Verordnung der EU steht bereits auf der To-Do-Liste unserer Qualitätsbeauftragten.

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Als Geschäftsführer sind Sie jetzt seit etwa einem halben Jahr im Amt. Womit beschäftigen Sie sich derzeit hauptsächlich?
Kroll: In den ersten Wochen standen das intensive Kennenlernen aller Mitarbeiter, Prozesse, Vereinbarungen und Projekte im Mittelpunkt. Ich habe aber schon früh damit begonnen, unsere vielen Kunden persönlich zu besuchen und kennenzulernen. Aktuell werden sowohl Maschinenbauer in der Oberflächentechnik, Montagetechnik, Verfahrenstechnik, Optik und Messtechnik als auch Anlagenbauer und Dienstleister in der Medizintechnik und Krankenhaus-Logistik versorgt. Große Kunden in diesen Branchen schätzen uns zudem als Partner im Rahmen anspruchsvoller Entwicklungsprojekte. Zum Beispiel zum Thema Durchgängige Automatisierungslösungen – Stichwort Industrie 4.0. 

LK Mechanik-Geschäftsführer Matthias Kroll. (Bild: LK Mechanik)

Industrie 4.0? Was steuert LK Mechanik dazu bei?
Kroll: Wir haben beispielsweise eine Kooperation mit dem Automatisierungs-Spezialisten Arteos, mit dem wir an der Entwicklung eines modularen Systems aus Intelligentem Werkstückträger (IWT) und Fahrerlosem Transportsystem (FTS) arbeiten. Unsere Werkstückträger übernehmen dabei zentrale Funktionen des Datenträgers. Sobald nämlich ein Bauteil selbst nicht als Datenträger infrage kommt, weil es zu winzig ist, weil es noch bearbeitet werden muss oder einfach weil es zu teuer wäre, tritt der Werkstückträger als Datenträger in Interaktion mit dem übergeordneten Steuerungssystem.

Was sind die wichtigsten Eckpunkte hinsichtlich der weiteren Entwicklung von LK Mechanik? 
Kroll: Als entscheidende Eckpunkte sehen wir hier die hohe Qualität, die weitere Diversifizierung und die kontinuierliche Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Es gibt sowohl in der Produktionslogistik, in der Montagetechnik und in der Teilereinigung als auch in der Medizintechnik den ungebremsten Trend zu maßgeschneiderten, zugleich aber flexibel nutzbaren Behälter- und Werkstückträger-Systemen, die sich möglichst über mehrere Prozessstufen verwenden lassen. Da gleichzeitig der Automatisierungsgrad der Montage- und Reinigungsabläufe weiter zunimmt, steigen die Ansprüche an das Design und die Verarbeitungsqualität dieser Werkstückträger. Auf diese Anforderungen ist LK Mechanik schon immer bestens eingestellt. Hier sind wir vielen anderen eine Nasenlänge voraus.

Worauf begründet sich dieser Vorsprung? 
Kroll: Wir sind sehr gut in der Lage, innovative Lösungen zu realisieren, mit denen unsere Kunden die Effizienz ihrer Abläufe weiter verbessern können. Denken Sie in diesem Zusammenhang nur an unsere Möglichkeiten beim Laserfeinschneiden, beim Wasserstrahlschneiden, beim Laserschweißen oder beim Präzisionsstanzen. Wir verfügen beispielsweise über ein Fünf-Achsen-Laserbearbeitungszentrum von Trumpf, mit dem wir sehr wirtschaftlich auch kleine bis mittlere Serien von Bauteilen und Baugruppen realisieren können. Im Bereich der Oberflächentechnik intensivieren wir derzeit den Einsatz innovativer Polymerbeschichtungen, die Werkstückträgern und Reinigungsbehältern einen verbesserten Antihafteffekt verleihen. Außerdem nutzen wir hier die Möglichkeiten des Plasmapolierens, das wir als Alternative zum Edelstahlpolieren anbieten. 

Wie laufen derzeit die Geschäfte im Marktsegment Medizintechnik?
Kroll: Wir sind sehr zufrieden. Der Medizintechnik-Markt zählt für uns zu den Bereichen mit kontinuierlichem Wachstum. Gerade hier können wir regelmäßig mit innovativen Behälterlösungen aus Edelstahl und Silikon punkten. Als wichtige Expertise erweist sich dabei nicht nur unsere Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001, sondern auch unsere Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung. as

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