Verstellsysteme

Beine zum Ausfahren

Ergonomie durch Verstellsysteme. Die Movotec-Technologie in Hub- und Senksystemen dient der Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze.

Ergonomisches Arbeiten durch ausfahrbare Tischbeine: Movotec passt sich an die physische Konstitution des Mitarbeiters an und sorgt für ergonomisches Arbeiten auf verschiedenen Höhen. (Foto: Suspa)

Für 2014 nennt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Jahresbericht 543,4 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage innerhalb der deutschen Volkswirtschaft. Insgesamt meldeten sich 37.742 Arbeitnehmer krank. Hauptursache waren Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich; von 100 befragten Personen litten fast ein Drittel unter Gelenk- oder Rückenbeschwerden sowie anderen muskuloskelettalen Schmerzen. Überwiegend handelt es sich hierbei um physiologische Haltungsschäden, die durch sich wiederholende, einseitige Bewegungsabläufe und nicht vorhandene, ergonomisch konzipierte Arbeitsmittel verursacht werden. Daher ist es für fertigende Betriebe wichtig, die physische Arbeitsbelastung der Mitarbeiter zu reduzieren – etwa durch „Hilfssysteme“. Suspa stellt Komponenten für solche Hilfssysteme: hydraulische, pneumatische oder elektromechanische Hub- und Senksysteme, die beispielsweise in der Schwerindustrie, der Lebensmittelindustrie, im Bereich Gesundheit oder der Systemgastronomie zum Einsatz kommen.

Verstellbarkeit und Anpassung an unterschiedliche Rahmenbedingungen sowie an verschiedene physisch-konstitutionelle Voraussetzungen des Menschen sind die zentralen Aspekte für Suspa. „Movotec“ ist eins dieser Hilfssysteme. Movotec-Lösungen operieren überwiegend im vertikalen Verstellbereich und sind größtenteils in Industrieapplikationen verbaut. Die Technologie ist als hydraulisches und elektromechanisches Hubsystem erhältlich. Beide Varianten können hohe Traglasten bewegen. Ein Movotec-Hydraulik-Zylinder bewegt Lasten bis 1.360 Newton. Das Spindel-Motor-System (SMS) liefert eine Kraft von 1.500 Newton in Druck- und 750 Newton in Zugrichtung pro Zylinder. Beide Systeme können bis zu acht Beine (kaskadiert) verfahren, um große Lasten zu bewegen (Movotec Hydraulik maximal 11.340 Newton und SMS maximal 12.000 Newton).

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Sowohl die elektrohydraulische als auch die elektromechanische SMS-Variante hebt und senkt Objekte mit einer Verfahrgeschwindigkeit von acht Millimetern pro Sekunde. Alle Systeme werden über eine zentrale Steuerungseinheit bedient. Während das SMS-System eine Spindel mit vorgeschalteter Motoreinheit je Bein hat, erfolgt Heben und Senken des hydraulischen Systems via Pumpensteuerung. Beide Systeme finden gleichermaßen Anwendung. Zu berücksichtigen seien auch Anforderungen, die den Betrieb des Movotec-Systems bei Stromausfall ermöglichen müssen, so Suspa: Das elektrohydraulische System kann dann mit einer Kurbel überbrückt werden.

Sowohl die hydraulische als auch die elektromechanische SMS-Lösung bieten sich als Nachrüstsystem an. Sie können nachträglich ein ergonomisches Arbeitsumfeld schaffen und bisher statische Arbeitsumgebungen im industriellen Umfeld ersetzen. Die Installation als Nachrüstsatz sei einfach und gehe schnell vonstatten, verspricht Suspa; das Hydrauliksystem verlange etwas mehr Aufwand, um den ordnungsgemäßen Betrieb zu ermöglichen. pb

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