Lohmeier verwandelt Montagetische in mobile Verdrahtungsstationen

Das Ende der Werkbank

Im Schaltschrankbau sind anstrengende Arbeiten Teil der Tagesordnung. Daraus resultieren im Laufe der Zeit nicht selten Verletzungen, die zu chronischen Erkrankungen führen können. Ein vorbeugendes Konzept, das den Arbeitsablauf optimiert und Bediener entlastet, schafft hier Abhilfe. Lohmeier hat rund um den Schaltschrank ein ergonomisches, flexibles Arbeitsumfeld geschaffen, das gleichzeitig die Produktivität verbessert.

Eppo-Montagehilfen von Lohmeier sollen das Gehäusehandling erleichtern und die Produktivitat erhöhen. (Foto: Lohmeier)

Lohmeier bietet mehr als nur Schaltschränke: Der Systemlieferant unterstützt Monteure und Schaltschrankbauer bei der Weiterverarbeitung von Gehäusen. Das Eppo-Konzept steht für eine ergonomische Prozess- und Produktionsoptimierung. Es umfasst Montagehilfen für alle marktüblichen Gehäuse- und Schaltschranktypen, die die körperliche Belastung für Bediener beim Ausbau der Gehäuse minimieren und das tägliche Handling erleichtern. Die Komponenten leisten zweierlei: Zum einen gestatten es die verstellbaren und ergonomischen Montagetische, Arbeiten in ungünstigen Positionen größtenteils zu vermeiden. Sie unterstützen Nutzer zudem beim Einbau bestückter Montageplatten in den Schaltschrank. Zum anderen werden Hebe- und Tragetätigkeiten während des Produktionsablaufs nahezu überflüssig, denn die Gehäuse oder Montageplatten können während der gesamten Zeit auf den fahrbaren Montagetischen verbleiben. Zudem ermöglichen es die Montagehilfen, dass nahezu alle Handlingschritte von nur einem einzigen Bediener durchgeführt werden.

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Verschiedene Gewichtsklassen zur Wahl
Die höhen- und neigungsverstellbaren Montagetische gibt es in drei Ausführungen für verschiedene Gewichtsklassen und Anforderungen. Mit ihnen können Bediener stets schnell und einfach die bestmögliche Arbeitsposition für Bearbeitung, Bestückung und Verdrahtung von Montageplatten oder Kleingehäusen und Wandschränken wählen und einstellen. Die Untergestelle der Montagetische sind aus Stahlrohren gefertigt und mit vier Schwenkrollen ausgerüstet. Dadurch lassen sich die Montageplätze leicht verfahren, sodass die Montageplatten und Gehäuse auf den Tischen zwischen den verschiedenen Arbeitsstationen bewegt werden können. Da die Platten über den gesamten Montageablauf auf dem Tisch verbleiben können, entfällt die bisher zeit- und kraftraubende Handhabung weitestgehend. Bei Bedarf lassen sich die Tische unverrückbar fixieren und fungieren so als stabiler, fester Montage-Arbeitsplatz. Anwender können an den Tischen Zubehör montieren, etwa Strom- und Druckluftzuführungen, Spänesauger, Greif- und Schüttgutbehälter, Werkzeugablagen, Kabelrollen, Monitor- und Dokumentenhalterungen sowie Beleuchtungen.

Der Montagetisch MT-400 ist für großformatige Montageplatten bis 1.200 mal 1.900 Millimeter mit einem Gewicht bis 400 Kilogramm konzipiert. Er kann zusätzlich auch als Einbauhilfe eingesetzt werden und ermöglicht so die Montage von schweren bestückten Platten im Schaltschrank ohne Hebezeuge: Eine Person kann die fertig verdrahtete Montageplatte auf einer Rollenbahn leicht und sicher per Hand auf Führungsschienen in den Schaltschrank schieben. Die Tischhöhe ist zwischen 750 und 1.150 Millimeter frei einstellbar. Höhe und Neigung lassen sich per Fernbedienung elektrisch verstellen. Die Platten, die mittels Schnellspannern am Tisch befestigt werden, können sowohl aufgerichtet als auch in beliebigem Winkel bis in die Waagerechte geneigt werden. MT-400-Montagetische, die gerade nicht benötigt werden, lassen sich zudem ähnlich wie Einkaufswagen einfach und platzsparend ineinanderschieben, sodass sie wenig Platz in Anspruch nehmen, wenn sie nicht in Benutzung sind.

Mit dem Modell MT-400 L schließt Lohmeier die Lücke zwischen der eben beschriebenen MT-400- und der kleineren MT-200-Serie. Die leichtere, ausschließlich für Bestückungsarbeiten konzipierte Ausführung hat dieselben Spezifikationen wie die MT-400-Baureihe, jedoch ohne Höhenverstellung und Rollenbahn zur Plattenmontage. Die Arbeitshöhe kann im Vorfeld in drei Stufen zwischen 800 und 1.000 Millimeter gewählt werden, sodass Ergonomie für die Bediener gewährleistet ist. Das kompakte Untergestell des MT-400 L ermöglicht es Bedienern, bei der Montage im Stehen selbst in Sicherheitsschuhen ganz nah an den Tisch zu treten, ohne anzustoßen - die Füße passen in jedem Fall unter das Untergestell. Neu ist beim MT-400 L ein optionales Querauflage-Set für Montageplatten, das es Anwendern erlaubt, Montagearbeiten auch im Sitzen vorzunehmen. Es besteht aus mehreren schnell montierbaren Seitenarmen. Diese sind in der Breite verstellbar und bieten zusätzlich auch eine Klemmung für die sichere Befestigung der Platten auf der Arbeitsfläche.

Der Montagetisch MT-200 für Kleingehäuse und Wandschränke ist für Gehäusegrößen bis 1.000 mal 1.000 Millimeter sowie Traglasten bis 200 Kilogramm konzipiert. Müssen größere Schränke bestückt werden, können hierfür einfach mehrere Montagetische aneinander gereiht werden. Das Konzept bietet auch für den Weitertransport von Schaltschränken nach der Verdrahtung eine ergonomische Lösung. Treppen, die für Bediener mit bestückten, oft mehrere hundert Kilogramm schweren Schaltschränken bisher ein kaum überwindbares Hindernis waren, lassen sich mit dem elektronischen Treppensteiger ETS-500, der wie eine Sackkarre mit einem elektrischen Motor funktioniert, wesentlich einfacher bewältigen: Ein Bediener kann mit dem ETS-500 Lasten bis 540 Kilogramm Treppen und Stufen hinauf- und herab transportieren. Das Heben der Last übernimmt der Motor, der Bediener muss das Gerät dabei lediglich ausbalancieren. Die Ladung ist durch einen Haltegurt gesichert, Gleitbänder schützen die Treppe vor Beschädigung, und eine Kunststoffabdeckung sorgt dafür, dass die Last keinen Schaden nimmt. Betrieben wird der ETS-500 mit einem integrierten, wartungsfreien Akku, der je Aufladung eine Reichweite bis 150 Stufen gewährleistet. Die Steiggeschwindigkeit liegt bei rund zwölf Stufen in der Minute. Ein breites Zubehörangebot ermöglicht es, den ETS-500 an verschiedene Aufgaben anzupassen.  bw

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