Werkstücktransportsystem WTS Software

Bremst weich ab

Energieeffizienz meets Produktivität
Verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Gewichten werden mit der WTS-Softmove-Technologie auf ein und demselben Werkstückträger-Transportsystem sicher und schonend von Station zu Station befördert. (Foto: Stein)
Weniger Energieverbrauch, weniger Verschleiß, höchste Verfügbarkeit – das geht mit WTS-Softmove zum schonenderen und schnelleren Transport von Werkstückträgern.

Mehr als nur ein Modethema: Energieeffizienz. Mit der Weiterentwicklung des WTS-Softmove aus dem Hause Stein Automation lassen sich der Durchsatz in der Montage spürbar erhöhen und zugleich die Betriebskosten reduzieren. Möglich macht dies die WTS-Softmove-Technologie zur Geschwindigkeits-Optimierung und Schonung des Transfersystems, der Werkstückträger und der zu befördernden beziehungsweise zu montierenden Bauteile oder Baugruppen.

Das geht so: Die grundsätzlich mit Gleichstrommotoren angetriebenen Doppelgurtbänder des WTS Werkstückträgersystems sind jetzt im An- und im Auslauf in der Geschwindigkeit intelligent regelbar. Gilt es beispielsweise in herkömmlichen Montage-Transfersystemen einen Werkstückträger aus dem Stand heraus weiterzutransportieren, erhöht sich kurzfristig die Normalgeschwindigkeit des Doppelgurtbandes auf bis zu 26 Meter pro Minute und wird erst wieder kurz vor dem Auftreffen des Werkstückträgers auf den Stopper oder den Anschlag der anzufahrenden Station heruntergeregelt. Fährt nun laut Programm kein weiterer Werkstückträger in dieselbe Station ein, steuert beim WTS Softmove der Regler den Motor eine bestimmte Zeit im Schleichgang und schaltet nach ein paar Sekunden ganz aus. Das reduziert zum einen den Energieverbrauch erheblich und zum anderen den Verschleiß um mehr als 80 Prozent.

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Damit noch nicht genug: Läuft der nächste Werkstückträger in den Bereich der anzufahrenden Station ein, weiß die Steuerung des WTS-Systems, wo der vorgefahrene Werkstückträger steht und regelt kurz vor dem Zusammentreffen ebenfalls seine Geschwindigkeit herunter. Für jeden nachfolgenden Werkstückträger gilt natürlich dasselbe, so dass Crashs und Beschädigungen an ihm selbst, am System und an Bauteilen und Baugruppen im Normalfall ausgeschlossen werden können. Die WTS-SoftMove-Abläufe basieren ausschließlich auf Software und erfordern keine weiteren Installationen. Darüber hinaus sorgen schnellere und zuverlässige Materialfluss-Abläufe für mehr Durchsatz pro Zeiteinheit, es wird weitere Energie eingespart, und auch der Verschleiß ist spürbar vermindert. Schließlich können die Werkstückaufnahmen auf den Werkstückträger vereinfacht werden, was ebenfalls Kosten minimieren hilft.

Mit dem WTS-Softmove dürfte das Problem des schnellen, sicheren und reproduzierbar positionsexakten Materialflusses in Montagelinien endgültig als gelöst gelten. Darüber hinaus kann man aufwändige und komplizierte Einzugs- und Positionierstationen einsparen, wodurch sich die Kosten für Fertigung, Montage und Installation reduzieren; derweil erhöht sich die Prozesssicherheit, weil weniger hoch beanspruchte und damit anfällige Mechanik benötigt wird. Das System ist reinraumtauglich und geht extra schonend mit empfindlichen Teilen um – für Anwender aus den Bereichen Solar und Photovoltaik sowie Medizintechnik dürfte die starke Lösung für weiches Abbremsen interessant sein. PR/pb

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