Werkstück-Trägermagazine

Präzision im Nest

Bauteil und Daten gemeinsam transportieren
Obwohl klein wie ein Stück Kreide, müssen die Piezo-Aktoren innerhalb der Fertigung leicht zu handeln und ihr Weg während der Produktion rückverfolgbar sein.
Werkstück-Trägermagazine befördern heute längst nicht mehr nur Werkstücke von einem Arbeitsgang zum nächsten. Applikationsspezifisch ausgelegt besitzen sie Intelligenz, kommunizieren mit Robotern und lassen sich innerhalb kompletter Produktionsprozesse einsetzen.



Bei Bosch stellen die Allround-Talente von LK-Mechanik beispielsweise die präzise Herstellung von Aktoren für Diesel-CRI-Injektoren sicher. Da fehlerhafte Bearbeitungen oder Beschädigungen an den Aktoren meist erst am Ende der Fertigung erkannt werden können, muss die automatisierte, aus mehreren Prozessen bestehende Herstellung bereits so ausgelegt sein, dass solche Dinge erst gar nicht auftreten. Hinzu kommen weitere Erfordernisse wie Rückverfolgbarkeit, Transportsicherheit oder Reinigungsmöglichkeiten mit Restschmutzuntersuchung, die die Realisierung eines reibungslosen Herstellungsablaufs äußerst schwierig gestalten.

Hoch präzise hergestellt und mit RFID-Datenträgern ausgestattet kennen Handlingeinheiten und Roboter die Koordinaten der Bauteile, wodurch sie einzeln entnommen und ohne Beschädigung bearbeitet, transportiert oder gewaschen werden können. Im Falle der Aktoren-Herstellung bei Bosch nutzt man die Datenträger für die Selektion der Chargen. Dazu enthält der Chip eine Identifikationsnummer für den Werkstückträger, was die Rückverfolgbarkeit innerhalb der Prozesskette und eine übersichtliche Materialflusssteuerung gewährleistet. Innerhalb des Fertigungsflusses gibt der Datenträger bei jedem Arbeitsschritt die Anzahl der auf der Palette befindlichen Aktoren an. Fällt aus irgendeinem Grund ein Bauteil aus, liegt am Eingang des darauf folgenden Prozesses diese Stückzahländerung bereits vor. So lassen sich die zu fertigenden Volumina sicherstellen.

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Um nun die Fertigung der Aktoren so präzise und fehlerfrei wie möglich zu gestalten, müssen vor allem die Nester der Trägerpaletten positionsgenau sein. Das bedeutet, dass auch sie hochpräzise hergestellt werden müssen. LK-Mechanik hat sich auf die Fertigung von Werkstückträgern spezialisiert und erzielt Form- und Lagetoleranzen über alle Nester zueinander im Bereich von 0,1 Millimeter. Diese Toleranzen sowie die Nestgeometrien in Abhängigkeit zu den Indexierungen am Werkstückträger müssen auch von Werkstückträger zu Werkstückträger eingehalten werden. Nur eine hohe Genauigkeit der Paletten bedeutet auch im Endergebnis für Bosch eine hohe Prozess-Sicherheit.

Neben der Präzision im Werkstücknest stellen die diversen Reinigungsprozesse zwischen den Bearbeitungen besondere Anforderungen an die konstruktive Gestaltung der Werkstückträger-Magazine. Das bedeutet, dass die Piezo-Aktoren möglichst sicher gehalten werden müssen, um Beschädigungen durch Erschütterungen zu vermeiden. Je ausgeprägter jedoch die Auflageflächen sind, desto schwieriger ist es, die Bauteile mit dem Waschmedium zu umspülen. LK-Mechanik ist es nach eigenen Angaben gelungen, diese an sich konträren Anforderungen durch ausgefeilte Nestgeometrien zu erfüllen. kf

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