Transportsystem Montrac

Klare Sicht in die Zukunft

Flexibler Transport von Brillengläsern
Teiletransport in der Brillenglasfertigung mit dem System Montrac.
Montech und Seiko Optical Europe Laboratori (SOEL), damals noch Starvision, trafen sich einst auf der Motek 2001 in Sinsheim. Das auf die Fertigung von Brillengläsern spezialisierte Unternehmen aus Lippstadt/Hannover suchte eine Alternative zum manuellen Teiletransport zwischen verschiedenen Bearbeitungsstationen. Das Montrac-Transportsystem war die richtige Lösung.

Das Montrac-System bietet in diesem Fertigungsbereich erhebliche Vorteile: Die SOEL-Mitarbeiter können auf den Stapelförderer am Anfang der Linie bis zu 60 Bestellungen aufgeben. Anschließend wird die jeweilige Bestellung entgegengenommen, auf einem Shuttle abgelegt und zu einer der Maschinen transportiert.

Jede Bestellung wird überprüft. Das System weiß jederzeit, an welche der beiden Maschinen sie transportiert werden muss. Nach der Bearbeitung wird der Prozess automatisch bis zum Polieren weitergeführt, wobei die Mitarbeiter den Zyklus jederzeit ändern oder nötigenfalls manuell eingreifen können.

Nach dem Fräsen transportiert eine zweite Montrac-Linie die Linsen zu den Poliermaschinen, wo sie automatisch von den Shuttles abgeladen und der ersten freien Maschine zugeführt werden. Die Steuerung, die in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Arbeitsbelastung der verschiedenen Maschinen Fahrstrecke und Ziel der Montrac-Shuttles errechnet, lässt sich vollständig gemäß den von SOEL formulierten Anforderungen programmieren: Die Techniker können alle Haltestellen, die Kriterien für die zu beladenden Maschinen, das Fahrziel der Shuttles und weitere Aspekte frei und unabhängig festlegen.

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Die Anlage ist insgesamt 100 Meter lang, fährt mit einer Geschwindigkeit von 30 Metern pro Minute und hat 20 Shuttles. Die zu transportierende Masse beträcht etwa ein Kilogramm. Die Anlage war innerhalb nur einer Woche installiert.

SOEL arbeitet mit Montech bereits am nächsten Projekt, bei dem das Montrac-System auf den Fertigungsbereich ausgeweitet werden soll – dort, wo die Schleifmaschinen den Brillengläsern ihre endgültige Form geben. Hier werden fortan vier Schleifmaschinen über eine Spur von etwa 60 Metern miteinander verbunden, auf der sechs Shuttles für die Be- und Entladung der Maschinen sorgen.

Noch vor Jahresende soll die Maschine in Betrieb gehen. Außerdem sind noch zwei weitere Montrac-Systeme geplant: für den Transport der Werkzeuge aus dem Lager zu den Maschinen und für den Transport der Endprodukte zum Versand. Vor allem die neuen Weichen und die Shuttles mit integrierter Intelligenz, an die sich spezifische Adressen übermitteln lassen, die sie dann anfahren, gefallen dem Brillenglashersteller besonders gut. PR/pb

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